Symposium: Zwischen Verriss und Marketing – Die Zukunft des Kulturjournalismus im Dialog mit der Freien Szene

Sonderveranstaltung
Vortrag & Diskussion
12. August 2021 | 13:30 -
Refugio Berlin, Lenaustraße 3-4, 12047 Berlin

Symposium: Zwischen Verriss und Marketing – Die Zukunft des Kulturjournalismus im Dialog mit der Freien Szene

Die Medienlandschaft verändert sich radikal: Einerseits brechen Kulturjournalist:innen Aufträge und Einnahmen weg, erlebt die Freie Szene, dass sie immer seltener in Zeitungen, Onlinemagazinen und im Radio vorkommt. Andererseits eröffnen (sich) bislang unbekannte Perspektiven, Medien, Distributionskanäle. Wie kann man diesen Veränderungen produktiv begegnen? Wie ließe sich Kulturjournalismus neu denken? Ist es vielleicht Zeit für neue Bündnisse und Solidarität zwischen den beiden Sphären? Welche Möglichkeiten haben freie Kulturjournalist:innen, von ihrer Arbeit zu leben und dennoch unabhängig zu bleiben? Welche Alternativen bieten sich der Freien Szene, ihre Arbeit einem größeren Publikum bekannt zu machen?
 
Das alles wollen wir mit Vertreter:innen der freien darstellenden Künste und des Kulturjournalismus diskutieren – und dabei auf Erkenntnisse aufbauen, die wir bei einem geschlossenen Arbeitstreffen mit Fachpublikum im Vorfeld gewonnen haben. Dabei soll es um einen offenen Gedankenaustausch gehen, bei dem Kontroversen und Überraschungen durchaus gewollt sind.
Können die freien darstellenden Künste und der Kulturjournalismus überhaupt zusammenarbeiten – und wenn ja: wie? Das diskutieren Performerin Sahar Rahimi und Kritiker Georg Kasch. In drei Runden werden außerdem praktische Fragen geklärt. Wie man als Künstler:in zum Beispiel eine eigene Öffentlichkeit herstellen kann, erklärt Schauspielerin Thelma Buabeng (angefragt). Wer hat heute Macht, wer verhilft unter Umständen zu Geld und Ruhm oder Aufmerksamkeit? Das diskutieren einerseits Sophiensäle-Intendantin Franziska Werner und Jurorin und Journalistin Elisabeth Nehring, andererseits Christian Rakow (nachtkritik.de) und Susanne Burkhardt (Deutschlandradio Kultur). Außerdem werden wir mit Expert:innen aus Kultur- und Medienpolitik unter anderem die Frage diskutieren: Kann, soll und darf die öffentliche Hand (Kultur-)Journalismus finanzieren?

 

Wichtige Informationen für die Anmeldung

Das Programm findet als Live-Veranstaltung im Refugio Berlin statt – für die Teilnahme daran ist ein tagesaktuelles negatives Schnelltestergebnis mit entsprechender Bescheinigung verpflichtend. Eine Liste der nächstgelegenen Teststationen wird nach Anmeldung zur Verfügung gestellt.
 
Wir bitten um eine verbindliche Anmeldung bis zum 4. August 2021 an: symposium2021 [at] pap-berlin.de. Das detaillierte Hygienekonzept für die Teilnahme vor Ort wird nach Anmeldung bereitgestellt.

 

Programm

14:00 Uhr
Begrüßung durch Janina Benduski (LAFT Berlin)

Einführung mit den Ergebnissen der vorgeschalteten Arbeitsgruppen
 
14:40 Uhr
Impulse und Diskussion

Was wünsche ich mir vom Kulturjournalismus? Was wünsche ich mir von den Performing Arts? Und wie werden wir zusammen arbeiten?
Mit Sahar Rahimi (Monster Truck), Georg Kasch (Kritiker) u.a., moderiert von Elena Philipp (nachtkritik.de) und Julian Kamphausen (Performing Arts Programm)
 
16:30 Uhr
Parallele Impulse, Austauschrunden und Tischgespräche mit Expert:innen zu verschiedenen Fragestellungen und Themen:

  • Wie habe ich mich selbst ermächtigt und meine eigene Öffentlichkeit hergestellt?l – Neue journalistische und öffentlichkeitswirksame Kulturtechniken
  • Gatekeeping heute I – Wer verhilft zu Geld und Ruhm?
  • Gatekeeping heute II – Wer bestimmt über die Währung Aufmerksamkeit

Mit Expert:innen wie Thelma Buabeng (Schauspielerin), Elisabeth Nehring (Autorin und Kritikerin), Franziska Werner (sophiensaele), Susanne Burkhardt (Redakterin und Autorin), Chritian Rakow (nachtkritik.de) u. a.
 
19:00 Uhr
Vortrag und Abschlussdiskussion

Kann, darf, sollte die öffentliche Hand Kulturberichterstattung fördern? Und andere medienpolitische Diskurse
 
20:00 Uhr
Empfang/ Ausklang bei Wein, Bier und Häppchen

Anmeldung bis 4. August 2021:
symposium2021 [at] pap-berlin.de