5. Branchentreff der freien darstellenden Künste Berlin

Bühne | Affekte | Politik

Der fünfte Branchentreff 2017, der vom 19. bis 21. Oktober 2017 im HAU Hebbel am Ufer statt fand, konnte mit 43 unterschiedlichen Veranstaltungen und 507 Teilnehmer*innen an die erfolgreichen Branchentreffs der vergangenen Jahre anknüpfen.

Zur Eröffnung begrüßten unter anderem Annemie Vanackere, Janina Benduski, Sandra Klöss und Staatssekretär Dr. Torsten Wöhlert mit klaren inhaltlichen Worten, die die jeweiligen Standpunkte in einer sich stark unter dem Einfluss affektorientierter politischer Strömungen verändernden kulturpolitischen Landschaft unmissverständlich deutlich machten.

Eva Behrendt, Dr. Joy Kristin Kalu und Alexander Karschnia bauten – von „Bühne” über „Affekte” hin zu „Politik” – Brücken zu den Themenfeldern des Branchentreffs und, obwohl stets von eigenen Beobachtungen und Erfahrungen her argumentierend, schlossen Begriffe wie Authentizität, Unmittelbarkeit und viele mehr in neuen Zusammenhängen auf.

Am Freitag waren die kulturpolitischen Update Formate von früh morgens an sehr gut besucht und die Menge an relevanten Informationen für Akteur*innen der freien Performing Arts traf auf ein hochinteressiertes Publikum.

In Kooperation mit der Kultupolitischen Gesellschaft (Regionalgruppe Berlin/Brandenburg) fanden Formate mit Kulturpolitiker*innen der in der Berliner Regierungskoalition vertretenen Parteien statt. Akteur*innen der freien darstellenden Künste und Damen und Herren Abgeordnete konnten sich dabei direkt austauschen und im Rahmen einer Podiumsdiskussion Positionen und Pläne hinterfragen und erläutert.

Ebenfalls am Freitag fand das ganztägige, von Theresa Schütz kuratierte Symposium „Geteilte Bühnen – geteilte Gefühle?“ statt. Das Symposium, das wir mit unserem neuen Kooperationspartner, dem Sonderforschungsbereich “Affective Societies” der Freien Universität Berlin, veranstalteten, musste zeitweise wegen Überfüllung geschlossen werden.

Am Samstag waren dann offene Gesprächsformate zu Themen wie Identität und Intimität in neuen Narrativen des Kinder- und Jugendtheater, Veränderungen in Kulturinstitutionen aus der Perspektive der Critical Whiteness, Ensembles und Teilhabe, und viele mehr zentrale Programmpunkte. Abschließend wurde ein Blick in die zehnjährige Geschichte des LAFT Berlin geworfen.

Die längeren Workshops, die sowohl Freitag als auch Samstag angeboten wurden, waren allesamt ausgebucht, setzten stärkere praktische Akzente und boten Raum für tiefgreifendere Diskussionen.

Wir freuen uns sehr, dass die über 90 Referent*innen und Workshopleiter*innen die Internationalität und Diversität der Freien Szene Berlins repräsentierten und mehr als zwei Drittel der Referent*innen Frauen waren.

Der Branchentreff 2017 hat von den Besucher*innen sehr positive Rückmeldungen bekommen.


Kontakt:

Julian Kamphausen | Leitung Branchentreff
julian.kamphausen(at)pap-berlin.de

Franziska Janke | Organisationsleitung Branchentreff
franziska.janke(at)pap-berlin.de

Ein Rückblick

Impressionen vom 4. Branchentreff der freien darstellenden Künste 2016.