Alle Akteur*innen und Interessierte sind herzlich willkommen. Der Eintritt ist frei. Wir bitten jedoch um Anmeldung bis zum 16. Oktober 2017.

Zur Anmeldung


Programm Branchentreff 2017 (wird fortlaufend aktualisiert und ergänzt)

Donnerstag, 19. Oktober 2017

Donnerstag 17:00 Uhr Foyer @ HAU1 Hebbel am Ufer Beratungsformat

Meet Up!

Wer ist da? Was sind die Themen?

Das Meet Up! bietet allen interessierten Besucher*innen des Branchentreffs die Möglichkeit zum Kennenlernen. Wer ist da? Was sind die Themen? Was will der Branchentreff? Was steckt hinter den einzelnen Programmpunkten? Vor der feierlichen Eröffnung des Branchentreffs freuen sich das Team des Performing Arts Programm und Vorstandsmitglieder des LAFT Berlin - Landesverband der freien darstellenden Künste e. V. darauf, bei Getränken mit den Besucher*innen ins Gespräch zu kommen, Fragen zu beantworten und insbesondere auch die angereisten Gäste zu begrüßen und zu informieren.

Beteiligte:

Donnerstag 19:00 Uhr Bühne @ HAU1 Hebbel am Ufer

Eröffnung des Branchentreffs mit Vorträgen und Buffet

Das Nutzen und Bespielen von Bühnen ist Tanz, Theater und Performance, aber auch der Politik gemein- sam. Emotionen und zunehmend auch Affekte sind bei allen Nutzungen von Bühnen wichtige Elemente der Entwicklung, Durchführung und des Ergebnisses. Und weder Tanz, Theater und Performance noch Politik haben im letzten Jahr irgendjemanden kalt gelassen: Das Performen, Produzieren und Präsentieren von Kunst kann spätestens seit dem 24. September 2017 nur schlecht ohne Kulturpolitik gedacht und gemacht werden: 94 Abgeordnete sitzen im neuen Bundestag, die sich den Kampf gegen „Multi-Kultur” und „Vielfalt- sideologien” ins Programm geschrieben haben.

Was machen wir? Kämpfen wir auf oder neben den Bühnen? Was sind unsere kulturpolitischen Kanäle, Stellschrauben und Hebel? Was sind unsere Bühnen, unsere Räume, unsere Blasen und unsere Publiken? Werden wir erzählen, performen, darstellen, hoaxen oder ganz neue ästhetische Wege beschreiten? Und welchen Zielen können Formate wie der Branchentreff oder Verbände wie der LAFT Berlin dienen?

Auf jeden Fall werden wir an diesem Abend darüber reden, nachdenken und Kolleg*innen zuhören. Im Anschluss sind die Besucher*innen zum Buffet eingeladen.

Begrüßung durch Annemie Vanackere (HAU Hebbel am Ufer) und Beiträge von Janina Benduski und Stefan Sahlmann (Performing Arts Programm), Sandra Klöss (LAFT Berlin), Eva Behrendt (theater heute), Dr. Joy Kristin Kalu (Sophiensæle) und Alexander Karschnia (andcompany&Co.). Moderiert von Tina Pfurr (Ballhaus Ost) und Markus Schäfer (Markus & Markus)

Moderation:

  • Tina Pfurr (Ballhaus Ost)
  • Markus Schäfer (Markus & Markus)

Beteiligte:

Donnerstag 22:00 Uhr WAU @ WAU Wirtshaus am Ufer

Eröffnungsparty mit DJ Autogrill

Freitag, 20. Oktober 2017

Freitag 10:30 Uhr Houseclub @ HAU3 Hebbel am Ufer

Basic Informations for Performing Artists in Berlin

in Englisch

Diese kompakte Informationsveranstaltung richtet sich an Akteur*innen, die sich über die freie Szene in Berlin informieren möchten und kein Deutsch sprechen. Wie funktioniert das unabhängige Produzieren von Tanz, Theater und Performance in Berlin? Welche Fördermöglichkeiten gibt es und wie kann man die Anträge stellen? Wie findet man Proben- und Aufführungsorte? Welche Vernetzungsmöglichkeiten gibt es? Wie kann man sich in diesem Bereich fortbilden?

Beteiligte:

  • Elena Polzer (ehrliche arbeit - freies kulturbüro)
Freitag 10:30 Uhr Bühne @ HAU3 Hebbel am Ufer Vorträge

Update Berliner Kulturpolitik

In der Berliner Kulturpolitik hat sich seit der Wahl 2016 einiges getan: im Doppelhaushalt 2018/2019 sind deutliche Aufwüchse für die Kultur vorgesehen, aber was bedeutet das für die freien darstellenden Künste? Zahlreiche Liegenschaften konnten für die freie Szene gesichert werden, aber die Uferhallen sind verkauft und was passiert mit der Alten Münze? Was könnte Senator Lederer mit dem Begriff der „Basiskultur” meinen? Wie sollen die Fördersysteme weiterentwickelt werden? Welche der zahlreichen Initiativen von neu in Berlin angekommenen Tanz- und Theaterschaffenden haben sich in den letzten Monaten als nach- haltig erwiesen? Wie werden die lauten Kontroversen in der Berliner Staats- und Stadttheaterszene in der freien Szene re ektiert? Und was passiert eigentlich mit diesem Schloss?

Beteiligte:

  • Wibke Behrens (Kulturpolitische Gesellschaft)
  • Janina Benduski (Performing Arts Programm / LAFT Berlin)
Freitag 11:00 Uhr Houseclub @ HAU3 Hebbel am Ufer

Einzelberatung zum Arbeiten in den freien darstellenden Künsten

In Einzelberatungen beraten Expert*innen der Beratungsstelle des Performing Arts Programms aus unterschiedlichen Fachbereichen zu allen Fragestellungen rund um Arbeit und Kunstproduktion in den darstellenden Künsten.

Bitte melden Sie sich hierfür gesondert über das Anmeldeformular an.

Freitag 11:00 Uhr Studio 2 @ HAU3 Hebbel am Ufer Symposium

Geteilte Bühnen - Geteilte Gefühle?

Teil1: Perspektiven theaterwissenschaftlicher Emotions- & Affektforschung

Im ersten Teil des Symposiums stellt der Theaterwissenschaftler Wolf-Dieter Ernst seine Überlegungen zum „affektiven Schauspieler“ aus theaterhistorischer Sicht vor und fragt: Welche Affekte wollen wir heute auf der Bühne sehen und was können sie im historischen Vergleich über unsere Situation erzählen? Der Tanzwissenschaftler Gerko Egert wird am Beispiel von Meg Stuart und Philipp Gehmacher exemplarisch das Verhältnis von Affekt und Bewegung, zwischen den beiden Tänzer*innen, aber auch zwischen der Bühne und dem Publikum, analysieren. Zudem sind Doris Kolesch und Kirsten Maar von der Freien Universität eingeladen, das Panel mit ihren Beiträgen zu bereichern und zur Diskussion anzuregen.

Freitag 11:00 Uhr Bühne @ HAU3 Hebbel am Ufer Vorträge

Update Allianz der Freien Künste

Zahlreiche Interessensvertretungen unabhängig arbeitender Künstler*innen – darunter auch der Bundesverband Freie Darstellende Künste (BFDK) – haben sich zu der auf Bundesebene wirkenden „Allianz der Freien Künste" zusammengeschlossen. Was sind ihre Ziele? Mit welchen Mitteln werden sie versuchen diese Ziele zu erreichen? Wie können die Akteur*innen an der Ausrichtung und solidarischen Vernetzung mitwirken?

Beteiligte:

  • Christophe Knoch (Koalition der Freien Szene)
Freitag 11:30 Uhr Studio 0 @ HAU3 Hebbel am Ufer Workshop

MUSS KRANKHEITSBEDINGT LEIDER ENTFALLEN „If Value, Then Copy”: Wechselwirkungen zwischen Netzkultur(en) und ästhetischer Produktion.

Digitale Zivilgesellschaft - Kunst - Wissenschaft

Kunst hat sich in den 1990er Jahren erneut kategorial geändert: sie ist Medienkunst. Die Kunst und Kunstproduktion des 20. Jahrhunderts ist zwar grundsätzlich von Interferenzen mit den Medien gekennzeichnet, die Etablierung des Mediums Internet hat der künstlerischen Arbeit jedoch völlig veränderte Voraussetzungen geliefert. Der Workshop zeigt zum einen jene Schnittstellen zwischen Kunst und Technologie sowie zwischen Kunstproduktion und Mediennutzung, die auf die digitale Vernetzung verweisen. Zum anderen legt er aktuelle digital- und netzpolitsche Diskurse offen, die für die Arbeit von Künstler*innen eine tragende Rolle spielen.

Workshop mit begrenzter Teilnehmer*innenzahl. Anmeldungen über das Anmeldeformular auf www.pap-berlin.de/bt.

Beteiligte:

  • Alexandra Wolf (re:publica)
Freitag 11:30 Uhr Bühne @ HAU3 Hebbel am Ufer Vorträge

Update Deutsche Kulturpolitik

Die deutsche Kulturpolitik steht vor großen Herausforderungen. Im Bundestag wird sich eine große rechtsradikale Fraktion organisieren, die einen menschenverachtenden Kulturbegriff mitbringt. Wie können sich die Kulturverbände hier positionieren und so organisieren, dass Schlimmes vermieden werden kann? Einen Monat nach der Bundestagswahl ist vielleicht auch schon absehbar, wer die*der nächste Beauftrage der Bundesregierung für Kultur und Medien wird. Welche kulturpolitischen Veränderungen für die freien Szenen können wir absehen? Wie können hier die Formulierungen klarer Bedarfe unabhängig arbeitender Tanz-, Theater- und Performanceschaffender aus dem ganzen Bundesgebiet angebracht werden? Wie werden sich die Förderungen auf Bundesebene (direkte Förderungen, aber auch Kulturstiftung des Bundes) verändern?

Beteiligte:

  • Anne Schneider (Bundesverband Freie Darstellende Künste)
  • Michael Freundt
Freitag 12:00 Uhr Bühne @ HAU3 Hebbel am Ufer Vorträge

Update Archiv des Freien Theaters

Die oft geringe Vorstellungsanzahl in den freien darstellenden Künsten lässt freie Tanz-, Theater- und Performanceproduktionen noch flüchtiger erscheinen, als es die darstellenden Künste ohnehin schon sind. In den letzten Jahren wurden deshalb die Grundlinien zur Konfigurierung eines Archivs für das freie Theater von zahlreichen engagierten Institutionen und Einzelpersonen kräftig vorangetrieben. Jetzt ist es Zeit für den nächsten Schritt: Das „Archiv des Freien Theaters" wird im Kern als dezentrales Projekt mit einem schmal dimensionierten administrativen und logistischen Zentrum eingerichtet, das Beratung und Struktur für regional und lokal sich konzipierende Archivvorhaben bietet. Möglichst viele dezentrale Zugänge zu den Archivbeständen erlauben dabei einen möglichst vielfältigen Blick auf Objekte und Materialien zum freien Theater. Einzelprojekte auf Stadt- und Länderebene stellen dabei die praktische Arbeitsebene vor Ort dar und bieten die Möglichkeit der engen Kommunikation mit Künstler*innen und Sammler*innen. Sie schaffen darüber hinaus den Raum zur künstlerischen und wissenschaftlichen Interpretation des zu sammelnden Materials.

Beteiligte:

  • Marc Gegenfurtner (Kulturreferat München)
Freitag 12:30 Uhr Bühne @ HAU3 Hebbel am Ufer Vorträge

Update Europäische Kulturpolitik

Die Kultur wird von der Europäischen Kommission mit großen Worten als zentrales Tool zur Einigung eines fragmentierten Europas und seiner Beziehungen zur restlichen Welt beschworen: „Culture is at the heart of EU international relations. [The EU] aims at encouraging cultural cooperation between the EU and its partner countries and promoting a global order based on peace, the rule of law, freedom of expression, mutual understanding and respect for fundamental values." Aber wie schlägt sich das in der Praxis nieder? Welche Fördermöglichkeiten gibt es in den zahlreichen europäischen Fonds? Und wie kommunizieren die Europäischen Interessenvertretungen die Bedarfe frei arbeitender Künstler*innen? Welche Möglichkeiten EU-weiter Vernetzung bieten die verschiedenen Initiativen europaweit agierender Künstler*innen? Und wie können wir Kolleg*innen in anderen europäischen Ländern sinnvoll unterstützen, die auf Grund ihrer künstlerischen Arbeit diskriminiert, verhaftet, gefoltert oder getötet werden?

Beteiligte:

  • Stephan Behrmann (Bundesverband Freie Darstellende Künste)
Freitag 13:00 Uhr Bühne @ HAU3 Hebbel am Ufer

Update Neuer Doppelhaushalt

Im Entwurf des Doppelhaushaltes 2018/2019 für Berlin sind beeindruckende Aufwüchse für die Kultur – auch für die freie Szene – vorgesehen. Aber was verbirgt sich wirklich dahinter? Welche Positionen werden tatsächlich aufgestockt und was sind Investitionskosten und Tariferhöhungen? Was wird im neuen Festivalfonds schon fest verplant und was ausgeschrieben? In diesem kompakten Format wird der am 9. Oktober verabschiedete Doppelhaushalt analysiert und diskutiert.

Beteiligte:

  • Nina Klöckner (LAFT Berlin)
Freitag 13:30 Uhr Houseclub @ HAU3 Hebbel am Ufer

Mittagessen mit Vertreter*innen relevanter Jurys

Es ist nicht ganz falsch, wenn man überspitzt behauptet, dass die Juror*innen der für die freien Szene relevanten Förderinstrumente der wichtigste „Markt” für unsere Produkte sind. Um so mehr freuen wir uns, dass zum ersten mal Juror*innen aus dem Bereich der darstellenden Künste im informellen Rahmen beim gemeinsamen Mittagessen ihre Arbeit vorstellen, Fragen beantworten und sich wiederum über Bedarfe und Entwicklungen in den Berliner Performing Arts informieren. In den letzten zwei Jahren haben zahlreiche Institutionen neue Förderprogramme mit neuen Jurys aufgelegt, die ersten Einschätzungen dazu von Seiten der Geförderten und der Juror*innen können hier ausgetauscht werden und weitere, bedarfsgerechte Entwicklungen diskutiert werden. Folgende Institutionen werden vertreten sein: Hauptstadtkulturfonds, Theaterpreis des Bundes, Fonds Darstellende Künste, Doppelpass – Fonds für Kooperationen im Theater u.a.

Freitag 14:30 Uhr Bühne @ HAU3 Hebbel am Ufer

Einzelberatung zum Arbeiten in den freien darstellenden Künsten

In Einzelberatungen beraten Expert*innen der Beratungsstelle des Performing Arts Programms aus unterschiedlichen Fachbereichen zu allen Fragestellungen rund um Arbeit und Kunstproduktion in den darstellenden Künsten.

Bitte melden Sie sich hierfür gesondert über das Anmeldeformular an.

Freitag 14:30 Uhr Studio 2 @ HAU3 Hebbel am Ufer Symposium

Geteilte Bühnen - Geteilte Gefühle?

Teil 2: Immersive Theatre als Laboratorium affektiver Dynamiken? Thema 1: Technologien der Vereinzelung

„Wie verändert die Einbindung von VR-Technologien Erfahrungen von Vereinzelung und/oder Kollektivität?“ Dies ist nur eine brennende Frage, die man an die Arbeiten des schwedischen Duos Bombina Bombast (Emma Bexell und Stefan Stanisic) sowie an die Szenografin und VR-Künstlerin Winnie Christiansen für das Projekt trix stellen kann. Beide Künstler*innenkollektive experimentieren mit der Kombination von immersive theater und VR-Technologien. Die auf immersive theater-Formate und Posthumanismus-Diskurse spezialisierte Theaterwissenschaftlerin Karina Rocktäschel wird mit ihnen das Thema „Technologien der Vereinzelung“ diskutieren.

Freitag 14:30 Uhr Studio 0 @ HAU3 Hebbel am Ufer Workshop

Please Keep Your Phones Switched On At All Times

Was man mit dem Smartphone im Theater alles anstellen kann. Ein Workshop mit Präsentation. Fotografieren. Twittern. Bloggen. Oder doch kurz recherchieren, was da auf der Bühne erzählt wird? Oder abstimmen, wie das Drama weitergeht? Mal den lautesten Klingelton schellen lassen, mitten im Stück? Noch immer ist es das größte Tabu, sein Telefon im Theater zu benutzen. Doch was passiert, wenn man neue Wege findet, mit dem Smartphone Kunst zu machen? Wie könnte das Publikum mobilisiert werden? Welche Möglichkeiten der Einflussnahme lassen sich finden für Zuschauer*innen und Performer*innen? posttheater hat den Einsatz von Smartphones in ihren Performances bereits erprobt, z.B. durch Live-Streaming oder indem sie das Publikum über den Stückverlauf abstimmen ließen. In einem Workshop werden diese und weitere denkbare Methoden gemeinsam entwickelt, ausprobiert und trainiert. Voraussetzung: internetfähiges Smartphone mit Datenvertrag und WiFi im Workshop-Raum. Die Ergebnisse werden öffentlich präsentiert. Dozenten: Yoann Trellu und Max Schumacher (posttheater).

Workshop mit begrenzter Teilnehmer*innenzahl. Anmeldungen über das Anmeldeformular auf www.pap-berlin.de/bt.

Freitag 14:30 Uhr Houseclub @ HAU3 Hebbel am Ufer Roundtabels

Shaping Berlin’s Cultural Policy

Die kulturpolitischen Sprecher*innen der an der Berliner Regierung beteiligten Parteien und die Vorsit- zende des Ausschusses für Kulturelle Angelegenheiten besuchen den Branchentreff, um unge ltert und direkt mit den Akteur*innen der Szenen ins Gespräch zu kommen, Bedarfe und Ideen aus erster Hand zu hören und Fachfragen detailliert zu beantworten.

Dieses Format lädt insbesondere auch nicht deutschsprechende Menschen zur Teilnahme ein. An jedem der vier Tische wird eine Flüsterübersetzung angeboten.

Dieses Format wurde in Kooperation mit der Regionalgruppe Berlin-Brandenburg der Kulturpolitischen Gesellschaft konzipiert und wird gemeinsam durchgeführt.

Beteiligte:

  • Sabine Bangert (Vorsitzende des Ausschuss für Kulturelle Angelegenheiten)
  • Frank Jahnke (Kulturpolitischer Sprecher SPD)
  • Dr. Michail Nelken (Die Linke - Mitglied des Ausschuss für kulturelle Angelegenheiten)
Freitag 15:30 Uhr Studio 2 @ HAU3 Hebbel am Ufer Symposium

Geteilte Bühnen - Geteilte Gefühle?

Teil2: Immersive Theatre als Laboratorium affektiver Dynamiken? Thema 2: Nah Dran - Spielweisen in immersiven Theaterformen

Unter dem Titel „Nah dran. Spielweisen in immersiven Theaterformen“ kommen der Schauspieler und Theaterwissenschaftler Martin Schultz-Coulon, die Performerin Marie Zwinzscher, die bereits in zahlreichen Performanceinstallationen von SIGNA mitgespielt hat, und die Schauspielerin und Theatermacherin Mille Dalsgaard vom Sydhavn Teater in Kopenhagen miteinander ins Gespräch über spielerische Herausforderungen in geteilten Bühnenräumen: Mittels welcher Techniken bleibt man in der Rolle? Wie geht man mit Intimität, Nähe oder auch mit persönlichen, emotionalen Geschichten um, die Zuschauer*innen in one-on-ones in die Arbeit hineintragen?

Freitag 16:00 Uhr Bühne @ HAU3 Hebbel am Ufer

Gegenwart und Zukunft in der Berliner Kulturpolitik

Wie schätzen die kulturpolitischen Sprecher*innen der Berliner Regierung die Lage in der Berliner Kultur- politik ein Jahr nach der Wahl ein? Wie ist die Einschätzung der Künstler*innen und Akteur*innen zu den Entwicklungen des letzten Jahres? Welche großen Fragen lässt der aktuelle Doppelhaushaltsentwurf noch unbeantwortet? Welche Schritte plant die Koalition, um die Bedingungen der freien Performing Arts zu verbessern? Welche Kooperationen zwischen Wirtschaftspolitik und Stadtentwicklungspolitik sind geplant? Und haben sich die Zielstellungen für Gleichstellung in Institutionen und Partizipation an Entscheidungs- prozessen konkretisiert? Durch die vorher statt ndenden Round Table Gespräche können die kulturpoli- tischen Sprecher*innen tiefgreifend und detailliert über kulturpolitische Anliegen und Bedarfe der freien Szene informieren und informiert werden.

Moderation:

  • Stephan Abarbanell (RBB)

Beteiligte:

  • Janina Benduski (Performing Arts Programm / LAFT Berlin)
  • Frank Jahnke (Kulturpolitischer Sprecher SPD)
  • Sabine Bangert (Vorsitzende des Ausschuss für Kulturelle Angelegenheiten)
  • Dr. Michail Nelken (Die Linke - Mitglied des Ausschuss für kulturelle Angelegenheiten)
Freitag 17:00 Uhr Studio 2 @ HAU3 Hebbel am Ufer Symposium

Geteilte Bühnen - Geteilte Gefühle?

Teil 2: Immersive Theatre als Laboratorium affektiver Dynamiken? Thema 3: Get Involved!

Die neuen Produktionen von Interrobang „Emocracy“, „Das weisse Stottern“ von Frl. Wunder AG sowie „Oratorium“ von She She Pop haben nicht nur formale Ähnlichkeiten, insofern sie alle mit partizipativen Strategien der Zuschauer*innen-Einbindung arbeiten, sondern sie beackern auch allesamt neuralgische, emotional aufgeladene Gegenwartsphänomene unserer Gesellschaft wie Eigentum, White Supremacy oder mediale Affektpolitik. Hierzu wird die Theaterwissenschaftlerin Sandra Umathum Nina Tecklenburg (Interrobang), Sebastian Bark (She She Pop) sowie Verena Lobert und Marleen Wolter (Frl. Wunder AG) befragen.

Freitag 17:00 Uhr Bühne @ HAU3 Hebbel am Ufer Essensformat

Kaffee und Kuchen mit Vertreter*innen der Berliner Kulturpolitik

Im Anschluss an die Podiumsdiskussion können die Besucher*innen gemeinsam mit Vertreter*innen der Berliner Kulturpolitik wie z.B. Frank Jahnke (Kulturpolitischer Sprecher SPD), Regina Kittler (Kulturpolitische Sprecherin Die Linke), Daniel Wesener (Kulturpolitischer Sprecher Bündnis 90 / Die Grünen), aber auch mit Vertreter*innen der Kulturpolitischen Gesellschaft und dem LAFT Berlin und anderen kulturpolitischen Verbänden und Institutionen ins Gespräch kommen.

Freitag 18:00 Uhr Studio 2 @ HAU3 Hebbel am Ufer Symposium

Geteilte Bühnen - Geteilte Gefühle?

Teil 2: Immersive Theatre als Laboratorium affektiver Dynamiken? Thema 4: Ambivalente Vater-Figuren und die Sehnsucht nach Gemeinschaftserfahrung

Ob und inwiefern immersive Performanceinstallationen wie die von SIGNA oder die der Künstlerin Jos Porath eine gewisse Nachfrage und latente Sehnsucht nach Zugehörigkeitsempfinden und Gemeinschaftserfahrungen bedienen, und in welchem Maße die Arbeiten Autoritätshörigkeit und/oder Unterwerfungsgesten inszenieren, evozieren oder kritisieren – dies wird die Gesprächsrunde um Jos Porath, der Theaterwissenschaftlerin Theresa Schütz und dem Philosophen Rainer Mühlhoff gemeinsam herausfinden.

Freitag 18:00 Uhr Bühne @ HAU3 Hebbel am Ufer Podiumsdiskussion

Theatermachen als Studium und Beruf

Mehr als 50 verschiedene Theaterberufe listet der Deutsche Bühnenverein auf. Die Arbeitsmarktrealität

in den freien Performing Arts ist meist eine ganz andere: „Theatermacher*in” ist eine weithin akzeptierte Berufsbezeichnung geworden, die die vielfältigen Quali kationen und Kompetenzen vieler theatermachen- den Menschen fasst. Institutionstypisch durchstrukturierte Arbeitsabläufe werden im freien Theatermachen durch Kollektive und Gruppenstrukturen ersetzt, die alle gemeinsam uide Theatermachereien sind. Und darum geht es: Theater – sowie Tanz und Performance – müssen gemacht werden.

Aber wie kann man das lernen, bzw. lehren? Die Universitäten in Hildesheim und Gießen setzen mit zeit- gemäßen und auf die Praxis zielenden Interpretationen ihrer Studiengänge seit Jahren Maßstäbe. Wolfgang Schneider und Julia Speckmann haben ein aktuelles Buch aus der Universität Hildesheim herausgegeben, das in diesem Rahmen diskutiert wird. Alumni des Instituts für Angewandte Theaterwissenschaft (ATW, Gießen) und Monster-Truck-Mitglied Sahar Rahimi sowie Georg Döcker, wissenschaftlicher Mitarbeiter der ATW, berichten von Vergangenheit und Gegenwart der Lehre und Forschung am Institut für Angewandte Theaterwissenschaft, besonders über produktionsästhetische Herausforderungen des Theatermachens und den Umgang mit ihnen im Studium.

Beteiligte:

  • Wolfgang Schneider (Universität Hildesheim)
  • Simone Dede Ayivi (Theatermacherin, Autorin)
  • Georg Döcker (Universität Gießen)
  • Sahar Rahimi (Monster Truck)

Samstag, 21. Oktober 2017

Samstag 10:30 Uhr Bühne @ HAU3 Hebbel am Ufer Beratungsformat

Meet Up!

Wer ist da? Was sind die Themen?

Das Meet Up! bietet allen interessierten Besucher*innen des Branchentreffs die Möglichkeit zum Kennenlernen. Wer ist da? Was sind die Themen? Was will der Branchentreff? Was steckt hinter den einzelnen Programmpunkten? Das Team des Performing Arts Programm und Vorstandsmitglieder des LAFT Berlin - Landesverband der freien darstellenden Künste e. V., freuen sich darauf mit den Besucher*innen ins Gespräch zu kommen, Fragen zu beantworten und insbesondere auch die angereisten Gäste zu begrüßen und zu informieren.

Beteiligte:

  • Johanna Bauer (Performing Arts Programm)
  • Felix Koch (Performing Arts Programm)
Samstag 11:00 Uhr Houseclub @ HAU3 Hebbel am Ufer Workshop

Agitprop

Das Agitprop heute stellt – entgegen der pragmatischen Agenda von Parteien – utopische Ideen vor, die in der Recherche mit Menschen vor Ort gesammelt wurden, und zeigt mit den Mitteln des Theaters eine Verkörperung und konkrete Umsetzung dieser utopischen Ideen. Unsere Recherche stellt zwei zentrale Fragen: Was sind die Ängste, Sorgen und Bedürfnisse der Menschen, die von Theatern nicht erreicht werden? Welche Träume und Utopien haben sie? Das Theater Kollektiv „Die Happy Few" teilt die Erfahrungen, die sie in der Aktualisierung und der Aufführung von Agitprop-Theater gesammelt haben. Der Workshop initiiert eine Auseinandersetzung mit der Theorie und eine konkrete Performer*innen-Übung – in Form und Sprache des Agitprop-Theaters. Ziel des Workshops ist es, gemeinsam ein 15-minütiges Agitprop zu entwickeln.

Workshop mit begrenzter Teilnehmer*innenzahl. Anmeldungen über das Anmeldeformular auf www.pap-berlin.de/bt.

Beteiligte:

  • Die Happy Few
Samstag 11:00 Uhr Bühne @ HAU3 Hebbel am Ufer Vorträge

Ergebnispräsentation des Marketing Training des Performing Arts Programm

Kunst- und Kulturschaffende der freien darstellenden Künste können und sollen nicht an gängigen Vorgaben des Marketings und der Betriebswirtschaftslehre gemessen werden. Ihre Produkte und ihre Ziel- gruppen sind nicht die eines Dienstleistungsunternehmens. Dennoch braucht es Vermarktungsstrategien, solche, die so individuell sind, wie die Kunst- und Kulturschaffenden selbst. Dabei spielen Authentizität und Kontinuität in der eigenen Arbeit eine wichtige Rolle, stellen jedoch auch die Herausforderung dar. Das Performing Arts Programm Berlin unterstützt mit seinem Marketing Training Kunst- und Kultur- schaffende der freien darstellenden Künste, mit Hilfe von Expert*innen maßgeschneiderte Konzepte für ihre Kommunikationsstrategie zu entwickeln und umzusetzen. Das Marketing Training bietet Raum für grenzüberschreitenden Austausch und Gedankenspiele, um fern jeglichen Patentrezeptes, neue Wege zu nden. Im Rahmen des Branchentreffs werden Ergebnisse präsentiert und diskutiert. Feedback er- wünscht! Kommunikationsexperte Marc Nikoleit wird einleitend das selbstbestimmte Marketing für freie Kunst- und Kulturschaffende auf ein paar wenige einprägsame Punkte bringen.

Beteiligte:

  • Marc Nikoleit
  • Reto Kamberger (LAFT Berlin / Agentur für Anerkennung)
  • Ute Lindenberg (Agentur für Anerkennung)
  • Ronan Favereau
  • Anna Ortmann
Samstag 11:00 Uhr Studio 2 @ HAU3 Hebbel am Ufer Roundtabel

KULTURELLE PRODUKTION und STRUKTURELLE DISKRIMINIERUNG - Veränderungen in den Kulturinstitutionen der freien Szene aus Perspektive der Critical Whiteness

Kulturelle Produktion ist Produktion von Wissen, stellt eine Chance dar, in bestehende Diskurse zu Diversität und Diskriminierung einzugreifen und besitzt damit ein kritisches politisches Potenzial. Die kritische Analyse ihrer Strukturen, Formate und Praktiken ermöglicht es aufzuzeigen, ob latente Rassismen in repräsentativen kulturellen Modellen unter dem Deckmantel der Interkulturalität subtil reproduziert werden.

Wir werden anhand von konkreten Beispielen strukturelle Zusammenhänge, so wie Denkmodelle des Kulturbetriebs aus der Perspektive der Critical Whiteness unter die Lupe nehmen. Wir werden kritisch hinterfragen wie diskriminierende Kategorisierungen und neokoloniale Dichotomien latent und strukturell im Kulturbetrieb reproduziert werden und wie wir, in der freien Szene, pro-aktiv handeln können um strukturelle Veränderungen hervorzurufen und zu fordern.

Begrenzte Teilnehmer*innenzahl. Anmeldungen über das Anmeldeformular auf www.pap-berlin.de/bt

Samstag 11:00 Uhr Studio 0 @ HAU3 Hebbel am Ufer Workshop

THE AGENCY - Scripted Love

„Love me love me, Say that you love me, Fool me fool me, Go on and fool me, Love me love me, Pretend that you love me“

Skripte von Liebe und Romantik in einer neoliberalen westlichen Gesellschaft sind das Thema des Workshops, den THE AGENCY im Rahmen des Branchentreffs anbieten wird. In Scripted Love lädt THE AGENCY dazu ein, sich anhand von Texten, (Disney-)Filmen, Songs, Serien und dem Internet mit Dialogen, Settings, Bildern und Dramaturgien von romantischer Liebe auseinanderzusetzen. Gemeinsam und in kleineren Arbeitsgruppen wird es darum gehen, die immer stärkere Verstrickung von Liebe, Begehrensstruktur und Ökonomie zu beleuchten und sci-fi-artig weiterzudenken. Wie kann eine vollständige Kapitalisierung von Emotionen aussehen? Was ist uns romantische Liebe als perfekte Dienstleistung wert? Was liegt darin den Fake zu bevorzugen, anstatt verzweifelt zu versuchen die Dialoge aus Hollywood in unser Leben zu copy-pasten? Weiter geht es um die Frage, wie andere, neue, queere Skripte von Liebe aussehen können, wie der Code der Romantik gehackt und umprogrammiert werden kann.

Workshop mit begrenzter Teilnehmer*innenzahl. Anmeldungen über das Anmeldeformular auf www.pap-berlin.de/bt.

Beteiligte:

Samstag 12:00 Uhr Bühne @ HAU3 Hebbel am Ufer Gespräch

Intimität und Identität in neuen Formen des Erzählens

Im Kinder- und Jugendtheater werden Geschichten noch oft moralisch schnell deutbar und "gut aufgelöst" dargestellt. Hannah Biedermann erzählt anders: sie schafft mit ihrem Theater einen sicheren, gleichzeitig von Leichtigkeit durchzogenen Rahmen, innerhalb dessen gemeinsam mit anderen verschiedene Handlungsoptionen, intimes Gefühle und Identitäten spielerisch ausprobiert und neu verhandelt werden können. Die Kulturwissenschaftlerin Yumin Li untersucht in ihrer Forschung Race- und Gender- Grenzen im Verhältnis zu Performance und Performativität. Dabei interessiert sie insbesondere Momente der Überschreitung von Differenzsystemen, etwa durch Praktiken der Mimicry. Im Gespräch setzen sich Hannah Biedermann und Yumin Li über neue Erzählstrukturen in den Performings Arts auseinander. Wie kann das Theater, auch das Kinder- und Jugendtheater, von einer Welt erzählen, in der identitätsstiftende Parameter unberechenbarer und vielfältiger werden?

Moderation:

  • Öngün Eryilmaz (HAU Hebbel am Ufer)

Beteiligte:

Samstag 13:30 Uhr Houseclub @ HAU3 Hebbel am Ufer Essensformat

Mittagessen mit Vertreter*innen fördernder Institutionen

Beim gemeinsamen Mittagessen stellen Vertreter*innen fördernder Institutionen ihre Programme im informellen Rahmen vor, beantworten Fragen und informieren sich wiederum über Bedarfe und Entwicklungen in den Berliner Performing Arts. In den letzten zwei Jahren haben zahlreiche Institutionen neue Förderprogramme aufgelegt, die ersten Einschätzungen dazu von Seiten der Geförderten und der Fördernden können hier ausgetauscht werden und weitere, bedarfsgerechte Entwicklungen diskutiert werden. Folgende Institutionen werden vertreten sein: Internationales Theaterinstitut: Förderprogramm Szenenwechsel, Fonds Darstellende Künste, Senatskanzlei u.a.

Samstag 14:30 Uhr Studio 0 @ HAU3 Hebbel am Ufer Workshop

Datenkörper im Bühnenraum

Der menschliche Körper begegnet uns zunehmend als Datenkörper. Bewegungen, Emotionen und Zustände werden vermessen, quantifiziert und in Informationen verwandelt. Gleichzeitig sind quantifizierte Daten der Spiegel, in dem wir unsere Körper sehen und an dem wir ihn ausrichten. Nicht nur, dass wir alle durch Online-Aktivitäten permanent digitale Doppelgänger von uns erzeugen, die in unserem Namen im Netz unterwegs sind; eine wachsende Anzahl von Menschen findet auch Vergnügen daran hat, den eigenen Körper in der physischen Welt auf Schritt und Tritt zu überwachen, zu analysieren und in soziale Netzwerke zu kommunizieren. Life-Tracking heißt die Bewegung. Wie kann man diese quantifizierten Körper im Bühnenraum erfahrbar machen?

Christiane Kühl & Chris Kondek (doubleluckyproductions.org) interessieren für die unsichtbaren Infrastrukturen, die unsere Lebenswelt bestimmen: von High Frequency Trading über Smartphone-Monitoring zu Social Media Bots. Im Workshop geben sie Einblick in ihre Arbeiten und entwickeln gemeinsam mit den Teilnehmer*innen mögliche Szenarien, wie Theater mit digitalen Realitäten umgehen können.

 

Workshop mit begrenzter Teilnehmer*innenzahl. Anmeldungen über branchentreff2017@pap-berlin.de

Beteiligte:

  • Christiane Kühl und Chris Kondek (doubleluckyproductions.org)
Samstag 14:30 Uhr Bühne @ HAU3 Hebbel am Ufer Gespräch

Gesang und Geschlecht in neuen Formen des Erzählens

In der Oper, aber auch im Pop, finden sich monströseste Geschlechterbilder, die ganze Gattungen um sich herum geschaffen haben. Durch Stimmlage, die gerne einem Geschlecht zugeordnet wird, Gesangsschulen und -stile und die Unmittelbarkeit, mit der der Gesang aus dem Körper kommt, wurden diese Geschlechterbilder weiter zementiert. In zeitgemäßen Narrativen aber werden in immer zentraleren Positionen Geschichten jenseits klassischer Geschlechterrollen erzählt. Welche Kulturen entwickeln sich hier? Welche Türen werden sich als nächstes öffnen?

Moderation:

  • Felix Koch (Performing Arts Programm)

Beteiligte:

  • Johannes Müller
  • Sonja Eismann (Missy Magazine)
Samstag 14:30 Uhr Studio 2 @ HAU3 Hebbel am Ufer Vorträge

Vorstellung von der Masterarbeit: Kommunikationsstrukturen in der freien Tanzszene

Immer häufiger finden Wissenschaftler*innen aus ganz unterschiedlichen Fachbereichen ihre Forschungsfelder in den freien darstellenden Künsten. In diesem kurzen Format wird eine bereits abgeschlossene, wissenschaftliche Arbeit präsentiert und die Auseinandersetzung mit dieser angeboten.

Beteiligte:

  • Cilgia Gadola (Sophiensæle)
Samstag 15:00 Uhr Studio 2 @ HAU3 Hebbel am Ufer Podiumsdiskussion

Neuer Zirkus, Variete und Clubperformance

„Neuer Zirkus” versteht sich als künstlerische Bühnenform. Im Gegensatz zu Formen, in denen pure Virtuosität oder athletische Rekorde im Vordergrund stehen, liegen hier dramaturgische und ästhetisches Gesamtkonzept zu Grunde, die Persönlichkeit, Biographie und Körperlichkeit der Performer*innen zum Ausdruck bringen und zum Inhalt machen. Das Berlin Circus Festival und viele Varietés bringen dem Neuen Zirkus immer größere Publiken und die Anzahl – auch internationaler und hochnomadischer – Künstler*innen in der Stadt wächst. Nicht zufällig kreuzen sich immer häufiger auch zirkus- und varietéähnliche Bühnenformen mit den zahlreichen Clubs Berlins: ob Sisyphos, ://about blank, die Pornceptual Partys oder Ritter Butzke, alle großen Clubs experimentieren mit Bühnenformaten und manche haben sie seit Jahren etabliert. Aktuelle Entwicklungen in der Szene und neue Perspektiven werden vorgestellt und diskutiert.

Moderation:

  • Jeroen Versteele (Berliner Festspiele)

Beteiligte:

Samstag 16:00 Uhr Studio 2 @ HAU3 Hebbel am Ufer

Zeitgemäße Fortbildung, Ausbildung und Studiengänge

Das Produzieren von darstellender Kunst ohne die Personal- und Materialausstattung einer großen Institution erfordert eine außergewöhnlich breite Palette an Fähigkeiten und Fachwissen, das in vielen Studien- und Ausbildungsangeboten nicht vorkommt. Im administrativen Bereich sind stets neue Herausforderungen zu bewältigen. Die Künstler*innen im Mittelpunkt dieser Prozesse müssen einerseits mit diesen Gegebenheiten umgehen, andererseits sind die Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten auf diesem Gebiet – wenn überhaupt vorhanden – stark eingeschränkt. Um hier solidarische Formen des Wissenstransfers auszubauen, zu professionalisieren und einer großen Anzahl von Akteur*innen zugänglich zu machen, haben der Bundesverband Freier Darstellender Künste und das Bündnis Internationaler Produktionshäuser komplexe Initiativen gegründet: „On The Road" und die „Producer's Academy". Als praxisnahe Form der akademischen Reflexion und Aneignung des spannenden Feldes zwischen Computerspielen, Puppenspiel und Performanz wurde an der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ – Abteilung Puppenspielkunst der neue Masterstudiengang „Spiel und Objekt" installiert. Im Gespräch werden die genannten Studien- und Fortbildungsmöglichkeiten vorgestellt.

Moderation:

  • Reto Kamberger (LAFT Berlin / Agentur für Anerkennung)

Beteiligte:

  • Sabine Gehm (ON THE ROAD)
  • Friedrich Kirschner (HfS Berlin)
  • Katja Sonnemann (AKADEMIE für Performing Arts Producer)
Samstag 16:30 Uhr Bühne @ HAU3 Hebbel am Ufer Gespräch

Wie kam die Theorie in das Theater und was macht sie da?

Seit den 70ern liegen in allen deutschen Dramaturgien zerlesene Merve-Büchlein herum. Mit dem „langen Sommer der Theorie" und dem Aufkommen des Diskurstheaters und auch Teilen des sogenannten Autor*innentheaters sind populäre Theorien immer wieder Folien, durch die dramatische Stoffe gelesen und interpretiert werden und die wiederum wurden durch das Theater in eine diskursferne Öffentlichkeit gebracht. Bestimmte Theorien sind prägender als andere: die Arbeiten von Deleuze/Guattari, Butler, Foucault oder Haraway und vielen anderen sind seit Jahrzehnten in den Performing Arts präsent. Wie verändert diese Präsenz die Arten und Weisen, wie auf Bühnen erzählt wird? Und wie sortieren Künstler*innen Theorie und Praxis in ihren Anträgen? Wie verändern Diskurstheatermacher*innen nicht nur sich, sondern auch die Produktionsbedingungen? Wie verhalten sich der universelle und transdisziplinäre Theorieansatz und institutionalisierte Kunstproduktion zueinander?

Beteiligte:

Samstag 17:00 Uhr Studio 2 @ HAU3 Hebbel am Ufer Podiumsdiskussion

Ensemble und Teilhabe - Hierarchien, Gagen, Exklusion

Zusammen sind Akteur*innen in der freien Szene stark: Kollektive und Ensembles sind prägende Organisationsformen für die freie Szene, ohne Team agierende Solokünstler*innen sehr selten. Diese nachhaltigen ökonomischen Strategien haben sich im wirtschaftlich unsicheren, prekären Berufsfeld der „Freien Kunst“ etabliert. Wie bedingt dies das gesellschaftliche Erleben und Handeln der Akteur*innen, ihre Teilhabe an (Kultur-)Politik und den Kulturhaushalten? Welche Formen von Hierarchien verändern sich und welche bleiben auch in kollektivistischen Strukturen bestehen? In welchen Entwicklungen finden sich diese Strukturveränderungen in der Staats- und Stadttheaterszene wieder? Welche Umgänge pflegen wir mit Gagen? Wie verändern sich die Gagengefüge in der freien Szene, aber auch in den Staats- und Stadttheatern? Und wen schließen die Tanz- und Theaterszenen aus? Und warum? Oder schließen Sie sich selber aus?

Moderation:

Beteiligte:

  • Anna Fries (machina eX / Henrike Iglesias)
  • Michael Gmaj
  • Bettina Schoeller-Bouju (ProQuote-Regie)
Samstag 17:00 Uhr Studio 0 @ HAU3 Hebbel am Ufer

Karriereentwürfe in den freien darstellenden Künsten

Karrieren in den freien darstellenden Künsten sind so vielfältig wie die Szenen selbst. Häufig sind sie geprägt von unberechenbaren Faktoren und mehrjährige, kontinuierlich gesicherte Arbeitsverhältnisse sind – im Gegensatz zu vielen anderen Berufsfeldern in den Künsten – eher die Ausnahme. Die hohe intrinsische Motivation vieler Akteur*innen ist oft ein Grund diese Bedingungen zu akzeptieren, auch wenn sie durch ihre Dominanz nur Raum für Reaktion statt für Gestaltung übrig zu lassen scheinen. Aber stimmt das? Wie kann der eigene Gestaltungsrahmen erweitert werden?

Über psychologisches Hintergrundwissen, Übungen, Fallbeispiele und den Austausch im Gespräch bekommen die Teilnehmer*innen des Workshops die Gelegenheit, neue Perspektiven und Strategien zu entwickeln, wie sie ihr Leben als Kreative selbstbestimmt und zufriedenstellender gestalten können.

Beteiligte:

  • Alina Gause
Samstag 18:30 Uhr Bühne @ HAU3 Hebbel am Ufer Gespräch

Neue Erzählungen von Affekten in den Kulturen der Gegenwart

Erzählmechanismen in gegenwartsprägenden Knallern wie „Game of Thrones" oder „Dunkirk" verlassen traditionelle Strukturen und wirken auf diese Art viel unmittelbarer auf die Zuschauer*innen, „affecten“ sie. Auch in den Performing Arts gibt es vermehrt Strukturen, die auf eine affektive Komponente des Publikums abzielen, z.B. scheinen in installativen Räumen die Affekte des Publikums anspielbarer, als von der Bühne herab. Auch bestimmte Inszenierungen von „authentischen“ biographischen Inhalten wirken stark auf Affekte. In der Gesellschaft sind die Schneisen affektgesteuerter und affektorientierter Politik offensichtlich. Zusammenhänge zwischen soziologischen Entwicklungen und künstlerischen Strömungen anhand von konkreten Beispielen aus verschiedenen Genres zu beschreiben, sie einzuordnen und dem Publikum Übertragungen zu ermöglichen, ist Ziel des Gesprächs.

Beteiligte:

Samstag 20:00 Uhr Houseclub @ HAU3 Hebbel am Ufer

Abschlussveranstaltung

Der LAFT Berlin wurde 2007 gegründet. Die Mitbegründerin Fanni Halmburger erzählt, was damals passiert ist und reflektiert die letzten 10 Jahre. Außerdem wird der 5. Branchentreff der freien darstellenden Künste gemeinsam beendet, bevor alle bei Getränken und Musik im WAU feiern.

Samstag 22:30 Uhr WAU @ WAU Wirtshaus am Ufer

Abschlussparty mit Akikazu M. & Aladin Lopez

Vitae der Beteiligten

Lisanne Grotz (Performing Arts Programm)zurück nach oben

Lisanne Grotz ist Kulturmanagerin. Sie studierte Deutsch-Französische Studien/Etudes Franco-Allemandes an den Universitäten Regensburg und Blaise-Pascal in Clermont-Ferrand, Frankreich und später Kulturmanagement und Kulturtourismus in Frankfurt/Oder. Während und nach dem Studium kontinuierliche Arbeits- und Projekterfahrung im Theater, Kulturmanagement und im Tourismus als Marketingleitung des Circus Hotels, Hostels und Apartements. 2014 Leitungsassistenz der Fête de la Musique in Berlin, seit Juli 2014 freie Mitarbeiterin für das Performing Arts Programm als Marketingassistenz des Moduls Theaterscoutings sowie zunächst als Assistenz des Branchentreffs der freien darstellenden Künste, später als Organisationsleitung. Seit März 2016 hat Lisanne Grotz die Büroleitung des Performing Art Programms inne.

Dr. Joy Kristin Kalu (Sophiensæle)zurück nach oben

Joy Kristin Kalu; Dr. phil., arbeitet als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Theaterwissenschaft der Freien Universität Berlin. Sie promovierte mit einer Arbeit zur Ästhetik der Wiederholung (Transcript 2013). Gegenwärtig arbeitet sie an einer Studie über Inszenierungen der Therapie in psychologischer und künstlerischer Praxis. Ihre Arbeitsschwerpunkte sind die Analyse des deutschsprachigen und des US-amerikanischen Gegenwartstheaters, die Geschichte der Performance Art, Critical Whiteness Studies sowie die Ästhetik des angewandten Theaters.

Neben ihrer wissenschaftlichen Tätigkeit ist sie theaterpraktisch und kuratorisch tätig und hat u.a. an der Berliner Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz, bei der New Yorker Wooster Group, der Actors’ Gang in Los Angeles sowie an den Kunst-Werken in Berlin gearbeitet. Gemeinsam mit Dennis Loesch und anderen bildenden Künstlern initiierte sie 2007 das Küchen- und Ausstellungsprojekt freitagsküche berlin und seit 2014 betreibt sie gemeinsam mit Stephanie Keitz und RP Kahl den Ausstellungsort Neue Heimat Berlin. Seit 2017 ist sie Dramaturgin an den Sophiensælen.

Sandra Klöss (LAFT Berlin)zurück nach oben

Sandra Klöss wurde in Esslingen am Neckar geboren. Sie studierte Theaterwissenschaft / Kulturelle Kommunikation und Anglistik / Amerikanistik an der Humboldt-Universität Berlin (M.A.). Nach dem Studium war sie freischaffend als Dramaturgin, Produktionsleiterin und Fachfrau für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit tätig. Seit 2008 ist sie Mitinhaberin von ehrliche arbeit – Freies Kulturbüro, ein Produktionsbüro für die freien darstellenden Künste. ehrliche arbeit verbindet Konzept- und Projektentwicklung, Produktionsleitung sowie Presse- und Öffentlichkeitsarbeit mit Dramaturgie und strategischer Beratung u.a. für und mit She She Pop, Christoph Winkler und Monster Truck. Seit 2009 ist sie auch als Mentorin, Coach und Dozentin im Bereich kulturelle Projektarbeit tätig. Seit 2010 Prozessbegleitung, Beratung und Jurytätigkeit für flausen – young artists in residence. Seit 2011 ist sie im Vorstand des LAFT – Landesverband freie darstellenden Künste Berlin und seit 2014 Mitglied im Rat für die Künste.

Prof. Dr. Sandra Umathum (HfS Berlin)zurück nach oben

Sandra Umathum, Professorin für Theaterwissenschaft und Dramaturgie an der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ in Berlin. Autorin von "Kunst als Aufführungserfahrung", einem Buch über intersubjektive Erfahrungen in der Ausstellungskunst (transcript 2011). Herausgeberin u.a. von "Disabled Theater" (gem. mit Benjamin Wihstutz; diaphanes 2015) und "Postdramaturgien nach dem Drama" (gem. mit Jan Deck; Neofelis 2018). Forschungsschwerpunkte: Theorie und Praxis des Gegenwartstheaters und der Performance Kunst; Relationen von Theater, Performance und Bildender Kunst seit den 1950er Jahren; zeitgenössische Ansätze und Perspektiven der Dramaturgie.

Prof. Dr. Doris Kolesch (FU Berlin)zurück nach oben

Doris Kolesch ist Professorin für Theaterwissenschaft an der Freien Universität Berlin. Nach ihrem Studium der Allgemeinen und Vergleichenden Literaturwissenschaft, Romanistik, Philosophie und Publizistik in Mainz und Paris folgten Lehr- und Forschungstätigkeiten an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, dem interdisziplinären Graduiertenkolleg "Theater als Paradigma der Moderne" und der FU Berlin. Seit 2015 leitet sie das Forschungsprojekt „Reenacting Emotions. Strategies and Politics of Immersive Theater“ im SFB „Affective Societies“ an der FU Berlin. Zu ihren wichtigsten Publikationen gehören „Theater der Emotionen. Ästhetik und Politik zur Zeit Ludwigs XIV.“, Frankfurt am Main 2006. Sowie u.a.: „Metzler Lexikon Theatertheorie“ (hrsg. mit Erika Fischer-Lichte und Matthias Warstat), Stuttgart und Weimar 2005; 2. erweiterte und überarbeitete Auflage 2014.

Prof. Dr. Wolf-Dieter Ernst (Universität Bayreuth)zurück nach oben

Wolf-Dieter Ernst ist Professor für Theaterwissenschaft an der Universität Bayreuth. Er studierte Angewandte Theaterwissenschaften in Gießen, promovierte 2001 an der Universität Basel und habilitierte 2009 an der LMU München. Zu seinen wichtigsten Publikationen gehören „Der affektive Schauspieler. Die Energetik des postdramatischen Theaters“, Berlin 2012. Sowie u.a.: Meike Wagner, Wolf-Dieter Ernst (Hg.): „Performing the Matrix - Mediating Cultural Performances“, München 2008.

Dr. Gerko Egert (Universität Gießen)zurück nach oben

Gerko Egert ist Tanz- und Theaterwissenschaftler. Er studierte Theaterwissenschaft und Soziologie in Berlin und Potsdam. Von 2010 bis 2015 war er in verschiedenen Forschungsprojekten an der Freien Universität Berlin tätig, u.a. im Exzellenzcluster "Languages of Emotion". Nach seiner Promotion an der FU Berlin folgte u.a. ein Post-Doc-Stipendium am Forschungszentrum „Studies in Performing Arts & Media“ an der Universität Gent. Seit 2017 forscht er zum Thema „Choreopower. Untersuchungen zur Macht der Bewegung“ an der Universität Gießen. Zu seinen wichtigsten Publikationen gehören „Berührungen. Bewegung, Relation und Affekt im zeitgenössischen Tanz“, Bielefeld 2016. Sowie: Brandstetter, Gabriele/Egert, Gerko/Zubarik, Sabine (Hg.): „Touching and Being Touched. Kinesthesia and Empathy in Dance and Movement“, Zürich 2013.

Dr. Kirsten Maar (FU Berlin / Hauptstadtkulturfonds)zurück nach oben

Kirsten Maar works as a dance scholar and ’dramaturge’. Currently she is visiting professor at the Dance Department at the FU Berlin. From 2007-2014 she was a member of the DFG-Collaborative Research Centre „Aesthetic Experience and the Dissolution of Artistic Limits“ in the project „Topographies of the Ephemeral“. Her research fields are the intersections between visuals arts, architecture and choreography, spatial conceptions and kinesthetic experience, scoring practices and composition. Among many other publications she is co-editor of Assign and Arrange. Methodologies of Presentation in Art and Dance (Sternberg 2014) and Generische Formen. Dynamische Konstellationen zwischen den Künsten (Fink 2017).

Emma Bexell und Stefan Stanisic (Bombina Bombast)zurück nach oben

Emma Bexell ist Autorin, Dramaturgin und VR-Filmemacherin aus Schweden. Gemeinsam mit dem schwedischen Regisseur und VR-Filmemacher Stefan Stanisic bildet sie seit 2011 die Performing Arts Company Bombina Bombast, die sich auf die Verbindung von immersive theater und VR spezialisiert hat. Bombina Bombast hat bereits 30 Arbeiten für Bühne, Leinwand oder VR produziert und gastierte u.a. in Norwegen, China, England und Spanien. Emma Bexell und Stafan Stanisic sind zudem als Gastdozent*innen an der Malmö Theatre Academy und Stockholm University of the Arts tätig.

Winnie Christiansen (trix)zurück nach oben

Winnie Christiansen arbeitet als Szenografin und Medienkünstlerin. Seit ihrem Studium der bildenden Kunst mit Schwerpunkt Raum/Umraum, gestaltet sie narrative Räume und verbindet diese mit Spielmechaniken. Gemeinsam mit Maren Demant gründete sie die Gruppe trix, die 2016 mit dem Preis der Kultur- und Kreativpiloten ausgezeichnet wurde. trix erarbeitet immersive Theater- und 360°-Videoproduktionen und bewegt sich im Spannungsfeld von narrativem Raum, Performance und neuen Medien.

Karina Rocktäschel (FU Berlin)zurück nach oben

Karina Rocktäschel hat nach ihrem BA in Theater- und Filmwissenschaft Theaterwissenschaft im Master studiert. Sie interessiert sich für die Verschränkungen von Posthumanismus und Biopolitik in den performativen Künsten und strebt derzeit eine Promotion zu diesem Themenfeld an.

Max Schumacher (Company post theater)zurück nach oben

Max Schumacher

arbeitet an der Schnittstelle von Theater und Medienkunst. Er studierte Theaterwissenschaften / Dramaturgie an der Humboldt Universität Berlin und Performance Studies an der New York University (MA). Er gründete 1999 post theater in New York. post theater entwickelt Medientheater, bei dem (Medien-) Technik als Form dem Schauspiel gleichberechtigt ist. Der Mensch im Zeitalter des Digitalen und einer global vernetzten Welt ist ein inhaltliches Leitmotiv. Wie kann Theater formal und inhaltlich auch die technischen Veränderungen in Alltag und Kommunikation reagieren? Max arbeitet als Regisseur, Konzept-Autor und Dramaturg in mehr als 20 Ländern. Festivaleinladungen haben ihn u.a. nach Japan, Singapur, Taiwan, Südkorea, Thailand, Bulgarien, Slowenien und Serbien gebracht. Max erhielt zahlreiche Preise und Stipendien (u.a. Fulbright, Akademie Schloss Solitude, Taipei Artist Village, Tokyo Wonder Site, Bremer Autorenpreis (2004 und 2012, Stuttgarter Theaterpreis 2015 und 2017). www.posttheater.com

Yoann Trellu zurück nach oben

French video artist and software developer based in Berlin.

1999-2003

After graduating a DTS in Medical Imaging, Radiotherapy and Nuclear Medicine in Tours, he moves to Nantes and becomes a member of “APO 33 research lab”.

First collaborations with musicians using slide projectors and prepared slides.

First video performances …Involved in numerous projects as visual artist…

2003

Moves to Berlin. Becomes a member of “Salon Bruit eV”

Starts collaborating with dance and theater productions.

Since 2004, Yoann Trellu has worked internationally on numerous stage productions as well as developing his own projects through collaborations with musicians and dancers.

Yoann Trellu’s work is mostly abstract and stems from his early photographic work, using the production line of an image (from camera to print) as a tool to alter reality, to extend details and moments into their own world.

Algorithmic and random processes are important tools for this practice, giving rules, limitations and (unlimited) variations on which to build further.

Mille Daalsgaard (Sydhavn Theater Dänemark)zurück nach oben

Mille Maria Dalsgaard ist Schauspielerin und Theaterleiterin. Nach ihrer Ausbildung in Berlin folgten zunächst Schauspiel-Engagements am Thalia Theater Halle und am Theater Lübeck. 2013 gründete sie das Sydhavn Teater im ärmsten Viertel ihrer Heimatstadt Kopenhagen. Dort ermöglicht sie internationale Produktionen, Formexperimente sowie genreübergreifende Arbeiten. Seit 2017 ist das Sydhavn Teater zudem das erste und einzige offizielle site specific-Stadttheater Dänemarks.

Marie Zwinzscher (SIGNA)zurück nach oben

Marie S Zwinzscher lebt und arbeitet als freischaffende Theatermacherin, Performerin und Theaterpädagogin in Berlin. Sie studierte Theaterwissenschaften (B.A) an der Universität Leipzig und Theaterpädagogik (M.A) an der Universität der Künste in Berlin. Ihr Schwerpunkt liegt auf der Vermittlung und der künstlerischen Umsetzung zeitgenössischer performanceorientierter Formate, was sich auch in ihrer Arbeit als Performerin widerspiegelt. Sie arbeitet regelmäßig mit SIGNA und performte bisher u.a. für Sandra Man und Moritz Majce an den Sophiensaelen und für Ana Borralho und Joao Galante am HAU.

Martin Schultz-Coulon zurück nach oben

Martin Schultz-Coulon studierte Theater-, Film- und Fernsehwissenschaften an der Universität zu Köln sowie Schauspiel an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt am Main und arbeitet seit 2008 im Stadttheater und in der freien Szene. Im Frühjahr 2017 schloss er den Masterstudiengang Theaterwissenschaft an der Freien Universität Berlin ab. In seiner Masterarbeit "Leise Imperative. Positionen prozeduraler Akteur*innen in immersiven Theaterformen" beschäftigt er sich mit der Erfahrungsdimension des künstlerisch-performativen Handelns in ausgewählten immersiven Theaterarbeiten. Fragen nach der Subjektivität der Akteur*innen, dem ästhetischen Stellenwert des Schauspiels und der scheinbaren Entgrenzung verschiedener (professioneller) Akteurspositionen vor dem Hintergrund einer fragmentierten digitalen Arbeitsgesellschaft bilden seitdem einen Schwerpunkt seines künstlerischen Interesses.

Sebastian Bark (She She Pop)zurück nach oben

Sebastian Bark bildet zusammen mit Johanna Freiburg, Fanni Halmburger, Lisa Lucassen, Mieke Matzke, Ilia Papatheodorou und Berit Stumpf das Performance-Kollektiv She She Pop, das in den 90er Jahren am Gießener Institut für Angewandte Theaterwissenschaft gegründet wurde und seit 2003 regelmäßig Arbeiten am Berliner HAU präsentiert. Derzeit entwickeln sie „Oratorium“, ein partizipatives work-in-progress-Projekt zum Thema Eigentum. Eine erste Aufführung fand im Rahmen des Festivals Theaterformen im Juni in Hannover statt. „Oratorium“ adaptiert Brechts Lehrstücktheorie und integrierte ausgewählte Hannoveraner*innen als Chor der Delegierten in den künstlerischen Prozess.

Dr. Nina Tecklenburg (Interrobang)zurück nach oben

Dr. Nina Tecklenburg ist Theaterwissenschaftlerin, Performerin und Performancemacherin. Gemeinsam mit Till Müller-Klug und Lajos Talamonti bildet sie das Performancekollektiv Interrobang; zudem arbeitet sie seit 2002 als Ko-Regisseurin, Performerin und/oder Dramaturgin mit unterschiedlichen Künstler_innen und Performancegruppen wie She She Pop, Gob Squad, Lone Twin Theatre oder Rabih Mroué zusammen. Als Theaterwissenschaftlerin arbeitete sie im Sonderforschungsbereich „Kulturen des Performativen“ an der Freien Universität Berlin und lehrte u.a. in Hildesheim am Institut für Medien, Theater und populäre Kultur. Zu ihren wichtigsten Publikationen gehört „Performing Stories. Erzählen in Theater und Performance“, Bielefeld 2014. Derzeit ist sie Gastprofessorin an der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ in Berlin.

Verena Lobert (Frl.Wunder AG)zurück nach oben

Verena Lobert ist Dipl. Kulturwissenschaftlerin der Universität Hildesheim und studierte Devising Theater am Dartington College of Arts in England. Sie ist zusammen mit Anne Bonfert, Melanie Hinz, Vanessa Lutz, Malte Pfeiffer und Carmen Grünwald-Waack Gründungsmitglied des Performancekollektivs Frl. Wunder AG, das seit 2004 verschiedene Bühnenformate, partizipative Arbeiten, Performances und Interventionen im öffentlichen Raum produziert. In der Spielzeit 09/10 war sie Regieassistentin an den Münchner Kammerspielen, 2009 bis 2014 als Lehrbeauftragte an der Universität Hildesheim tätig und seit 2012 gibt sie Performance- und Konzept-Workshops für Lehrer*innen, Kulturvermittler*innen und Jugendliche in verschiedenen Bildungskontexten.

Marleen Wolter (Frl.Wunder AG)zurück nach oben

Marleen Wolter ist Kulturwissenschaftlerin (M.A.) und Performerin. Sie studierte Inszenierung der Künste und der Medien in Hildesheim und Stage Author an der Academy of Arts Reykjavík. Seit 2013 ist sie Mitglied des Performancekollektivs Frl. Wunder AG, das gesellschaftliche Themen der Jetztzeit in Bühnenformaten und partizipativen Gemeinschaftsräumen verhandelt. Außerdem entwickelt sie öffentliche Interventionen mit dem Syndikat Gefährliche Liebschaften, forscht im Bereich Performativer Philosophie mit gez. Euer Ernst und arbeitet im Duo mit dem Schauspieler Mbene Mbunga Mwambene. Als Theaterpädagogin ist sie seit 2008 in unterschiedlichen Kontexten tätig, u.a. am Schultheaterstudio Frankfurt und am Cinema Jenin in Palästina.

Jos Porath zurück nach oben

Jos Porath inszeniert seit mehreren Jahren immersive und interaktive Performance-Installationen in der Freien Szene Berlins. In ihren Arbeiten beschäftigt sie sich mit Fragen nach Selbstbestimmung und Eigenverantwortung in immersiven Performanceformaten, und sucht die künstlerische und politische Auseinandersetzung mit dem (ideologischen) Gemeinschaftsbegriff. „Your Home Is Where You're Happy“, Teile I und II /„Returning Home“ ist eine in Kapiteln inszenierte Performance-Installation über Macht, Missbrauch und Zugehörigkeitsbedürfnisse.

Theresa Schütz (FU Berlin)zurück nach oben

Theresa Schütz ist Theaterwissenschaftlerin (M.A.) und wissenschaftliche Mitarbeiterin bei Prof. Doris Kolesch an der Freien Universität Berlin. Sie promoviert seit 2015 im Rahmen des SFB 1171 „Affective Societies“ im Projekt „Reenacting Emotions. Strategies and Politics of Immersive Theater“ über Gemeinschaftsfigurationen und Involvierungsstrategien in Performance-Installationen von SIGNA, Mona el Gammal, Julian Hetzel u.a. Darüber hinaus schreibt sie seit 2013 regelmäßig für Theater der Zeit.

Rainer Mühlhoff (FU Berlin)zurück nach oben

Rainer Mühlhoff ist Postdoktorand am Institut für Philosophie und am SFB 1171 „Affective Societies“ an der Freien Universität Berlin. In seiner Dissertation unter dem Titel „Immersive Macht: Das Subjekt im Affektgeschehen. Sozialtheorie nach Foucault und Spinoza“ thematisierte er Immersion unter einem machttheoretischen Gesichtspunkt. Seine Schwerpunkte in Forschung und Lehre liegen im Bereich der kritischen Sozialphilosophie, Post-Operaismus, affect studies sowie Theorien der Subjektivität.

Elisa Ricci zurück nach oben

Elisa Ricci ist freie Kuratorin und Dramaturgin mit Schwerpunkt auf zeitgenössischem Tanz und Performance. Seit 2004 initiiert sie freie Projekte zu sozio-politisch relevanten Themen: Performing Translation (2010 Genua); Rehearsing Collectivity – Choreography Beyond Dance (2011 Berlin); Tanz! Coreografie Berlinesi (2012 Genua). Im Jahr 2015/2016 hat sie die italienischen Fassung von Die grosse Verweigerung / Il grande rifiuto mit dem Kollektiv LIGNA co-initiiert und koordiniert (Bozen, Santarcangelo, Genua, Terni). Sie ist Co-herausgeberin des Buches Rehearsing Collectivity – Choreography beyond Dance (ArgoBooks). In den letzten Jahren hat sie Präsentationsformate in den Performing Arts unabhängig erforscht und dazu veröffentlicht, u.a: Can We Curate Dance Without Making a Festival? (University Press Quebec, 2017). Ab Oktober 2017 promoviert sie in Tanzwissenschaft an der Freien Universität Berlin mit dem Projekt Das Subtile Vorurteil des Tanzfestivals über ethische und politische Herausforderungen des transkulturellen Kuratierens im zeitgenössischen Tanz mit einem Stipendium der Rosa Luxemburg Stiftung.

Tsepo Bollwinkel zurück nach oben

Tsepo Andreas Bollwinkel Keele, Jahrgang 1961, Südafrikaner im deutschen Exil.

Hat im Musiktheater in ziemlich allen Bereichen gearbeitet: als Dramaturg, Regisseur, Techniker, Arrangeur, Dirigent und Musiker. Ist heute 1. Solo-Oboist der Lüneburger Symphoniker.

Arbeitet als Aktivist, politischer Referent, Trainer und Autor zu Fragen von Dekolonisierung, Black Consciousness, Anti-Rassismus, Critical Whiteness, Intersektionalität sowie SOGI-Rechten in internationalen Kontexten. Engagiert sich u. a. als Beirat in der ISD (Initiative Schwarze Menschen in Deutschland e. V.)

Lebt mit seiner herkunftsbunten Regenbogenfamilie in Lüneburg.

THE AGENCY zurück nach oben

THE AGENCY sind Magdalena Emmerig, Belle Santos, Rahel Spöhrer und Yana Thönnes - die Gruppe experimentiert auf performative und immersive Weise mit den Erscheinungsformen und Formaten des Neoliberalismus: Diese Formate überdreht THE AGENCY stets affirmativ. Im Vordergrund des Interesses stehen durchökonomisierte Formate wie der Pitch, das Coaching, die Agentur - und deren Verstrickung mit den heutigen Technologien des Selbst. Ästhetisch greift THE AGENCY die Strategien des Branding, der Atmosphäre und der Corporate Identity auf und erschafft so geschlossene Welten. THE AGENCY beleuchtet somit das post-digitale Zeitalter aus queer-feministischer und leicht sci-fi- artiger Perspektive.

Yumin Li (HU Berlin)zurück nach oben

Yumin Li ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Kulturwissenschaft und Mitglied des Zentrums für transdisziplinäre Geschlechterstudien (beides Humboldt-Universität zu Berlin). Sie studierte und arbeitete in Halle/Saale, Nanjing, Nairobi, Beijing, Konstanz und Berkeley. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Border Studies, insbesondere die symbolischen und räumlichen Grenzziehungsprozesse und transkulturellen Verflechtungen zwischen Europa und Ostasien, Gender Studies und Film- und Medienwissenschaft. Sie ist Mitglied des Performancenetzwerks cobratheater.cobra und gewann mit der Produktion 马马 虎虎 ma ma hu hu den Bürgerstiftungspreis der Stadt Hildesheim.

Cox Ahlers (Initiative Neuer Zirkus)zurück nach oben

Cox Ahlers, *1979 in Heidelberg, lebt in Berlin. Sie arbeitet als Performerin, Regisseurin, Artistic Coach und Veranstalterin von zeitgenössischen Zirkus Projekten. Als Städtepolkoordinatorin Berlin ist sie für die Initiative Neuer Zirkus e.V. aktiv. www.coxahlers.com