Programm Branchentreff 2018

Donnerstag, 8. November 2018

Donnerstag 17:30 Uhr Bar @ Theaterdiscounter Beratungsformat

Meet Up! Wer ist da? Was sind die Themen?

in Englischer Sprache / mit Englischer Übersetzung

Das Meet Up! bietet allen interessierten Besucher*innen des Branchentreffs die Möglichkeit zum Kennenlernen. Wer ist da? Was sind die Themen? Was will der Branchentreff? Was steckt hinter den einzelnen Programmpunkten? Vor der Eröffnung des Branchentreffs freuen sich das Team des Performing Arts Programm und Vorstandsmitglieder des LAFT Berlin darauf, bei Getränken mit den Besucher*innen ins Gespräch zu kommen, Fragen zu beantworten und insbesondere auch die angereisten Gäste zu begrüßen und zu informieren.

Beteiligte:

  • Team des Performing Arts Programm
Donnerstag 19:00 Uhr Großer Saal @ Theaterdiscounter

Eröffnung des Branchentreffs

in Englischer Sprache / mit Englischer Übersetzung

Wir starten den Branchentreff 2018 mit der grundlegenden Frage danach, wie Urteil, Macht und Teilhabe im Theater zusammenhängen. Dazu haben wir drei Expert*innen eingeladen, jeweils aus der wissenschaftlich / künstlerischen Perspektive ihrer Profession und aus persönlichen Erfahrungen auf eines dieser Themenfelder zu blicken. Dr. Ludger Schwarte wird über das Verhältnis von Urteilen (in den Rechtswissenschaften) zum Beurteilen (in der Kunst) sprechen, Anta Helena Recke über Machtverhältnisse im freien und institutionellen Theater und Dr. Reyhan Şahin aka Lady Bitch Ray über Teilhabe-Fragen in Rap-, Jugend- und Wissenschaftskultur. Nach der offiziellen Begrüßung leiten die Impulse der Expert*innen einen Austausch ein zu den Fragen: Nach welchen Kriterien beurteilen wir künstlerische Arbeit? Welche Art von Machtstrukturen wollen / brauchen wir und welche gilt es zu überwinden? Wie können wir größere Teilhabe und Solidarität in den darstellenden Künsten erreichen?

 

Angela Löer, Eva Plischke und Frank Oberhäußer initiieren im Anschluss an die Eröffnungsreden mit kleinen Interaktionen Bewegungen und Begegnungen kreuz und quer durch den Raum – und helfen so beim Warmreden.

 

Im Anschluss Buffet, Sektempfang und Party mit Akikazu M.

Beteiligte:

Freitag, 9. November 2018

Freitag 10:30 Uhr Großer Saal @ Theaterdiscounter Vortrag

Update Kulturpolitik Europäische Union

Kulturpolitik wird in der europäischen Außenpolitik immer präsenter als Werkzeug zum Reparieren krisenhafter gesellschaftlicher Entwicklungen beschworen. Welche konkreten Maßnahmen werden hier in absehbarer Zeit umgesetzt? Und wie agieren die Performing Arts und ihre Verbände auf europäischer Ebene? Welche Strukturen einer europäischen Vernetzung wachsen und an wen richten sich ihre Angebote?

Freitag 10:30 Uhr Großer Raum @ Raketa Studio

Warmdenken

Freitag 11:00 Uhr Kleiner Raum @ Raketa Studio Vortrag

Über Theater urteilen!? – Historische und aktuelle Bestimmungen eines Qualitätsbegriffes in den darstellenden Künsten

Auf welche tradierten Vorstellungen von guter und schlechter Kunst basieren unsere heutigen Bewertungskriterien? Gegen welche grenzen wir uns (in der freien Szene) immer wieder ab und wonach wird auf- und abgewertet? In seiner Keynote wirft Tucké Royale einen Blick auf die historische Entwicklung eines Qualitätsbegriffs in den darstellenden Künsten, der uns bis heute prägt, um ihn zur Disposition zu stellen und schließlich den Versuch zu unternehmen, einen aktuellen Ausblick zu geben.

Freitag 11:00 Uhr Großer Saal @ Theaterdiscounter Vortrag

Update Kulturpolitik Bundesrepublik Deutschland

In Kooperation mit dem Bundesverband Freie Darstellende Künste (BFDK) und dem Dachverband Tanz Deutschland.

 

Die freien Performing Arts in Deutschland wachsen stärker zusammen. Die Strukturen des Dachverbands Tanz Deutschland und des Bundesverbands Freie Darstellende Künste tragen zu dieser Entwicklung entscheidend bei. Wie reflektieren diese Verbände die aktuellen Entwicklungen? Welche Rollen spielen die jeweiligen Landesverbände? Kann die freie Szene auf Etaterhöhungen in Folge des großen Haushaltüberschusses rechnen? Welche Strategien müssen hier gemeinsam verfolgt werden?

 

www.darstellende-kuenste.de

Beteiligte:

Freitag 11:30 Uhr Großer Saal @ Theaterdiscounter

Update Staats- und Stadttheater

Auch in der Staats- und Stadttheaterszene gibt es deutliche Veränderungen: Immer mehr Akteur*innen organisieren sich in Initiativen zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen und tradierte Institutionsstrukturen werden hinterfragt. Sie erfahren viel solidarische Unterstützung aus der freien Szene. In diesem Format werden die neuesten Entwicklungen analysiert und Entwicklungen prognostiziert.

Beteiligte:

  • Johannes Lange (ensemble netzwerk)
Freitag 11:30 Uhr Kleiner Raum @ Raketa Studio Podiumsdiskussion

“Gute” Kunst – und? Kriterien identifizieren und diskutieren

Grundlage des (Be)Urteilens im künstlerischen Bereich ist die wenig definierte und selten offen diskutierte Kategorie „Qualität“, die sich hinter Formulierungen wie „es funktioniert (nicht)“ überall in künstlerischen Produktions- und Bewertungsprozessen wiederfindet, und schließlich offenbar das letzte schlagende, dem Legitimationszwang enthobene Argument bleibt. Aber worin genau besteht „Qualität“? Und dient das Sprechen über diese Kategorie dem Schutz künstlerischer Freiheit oder verhindert es letztendlich eine Auseinandersetzung mit Kriterien, Gerechtigkeit und Transparenz? Die Diskutant*innen des Panels unternehmen den Versuch, den Qualitätsbegriff aktuell zu diskursivieren und alternative Benennungen zu finden. Sie stellen sich in einem offenen Gespräch gemeinsam mit den Besucher*innen die Frage, nach welchen Kriterien sie Kunst beurteilen, ob es so etwas wie einen „Kanon“ der freien Szene gibt und was eigentlich mit nicht „guter“ Kunst passiert.

Freitag 12:00 Uhr Großer Saal @ Theaterdiscounter Vortrag

Update Kulturpolitik Land Berlin

In der Berliner Kulturpolitik passiert viel: Wie verändern sich die Schwerpunktsetzungen in der Stadtkultur? Deutliche kulturpolitische Setzungen aus der Senatsverwaltung gilt es gemeinsam einzuordnen und zu diskutieren. Aber auch die Eröffnung des Humboldt-Forums und die Präsenz einer rechtsradikalen Partei im Abgeordnetenhaus bilden herausfordernde Störstellen, die zu besprechen sind. Liegenschaften für die freien Künste wurden gesichert und werden bereits genutzt. Wie entwickelt sich diese Situation weiter?

Freitag 12:30 Uhr Großer Saal @ Theaterdiscounter Resümee

Resümee der Updates

Die Vorsitzende des Ausschusses für Kulturelle Angelegenheiten des Berliner Abgeordnetenhauses Sabine Bangert reflektiert im Gespräch mit Wibke Behrens und Janina Benduski die in den vorherigen Vorträgen skizzierten Entwicklungen.

Beteiligte:

Freitag 13:30 Uhr Großer Raum @ Raketa Studio

Mittagessen mit Vertreter*innen von Jurys, Förder- und Preisgremien

Im Anschluss an die Kulturpolitischen Updates können die Besucher*innen beim gemeinsamen Mittagessen mit Vertreter*innen von Jurys, Förder- und Preisgremien im informellen Rahmen ins Gespräch kommen, ihre Arbeit vorstellen, Fragen beantworten und sich wiederum über Bedarfe und Entwicklungen in den Berliner Performing Arts informieren. In den letzten drei Jahren haben zahlreiche Institutionen neue Förderprogramme mit neuen Jurys aufgelegt, die ersten Einschätzungen dazu von Seiten der Geförderten und der Juror*innen können hier ausgetauscht und weitere, bedarfsgerechte Entwicklungen diskutiert werden.

Beteiligte:

  • Sebastian Brünger (Doppelpass – Fonds für Kooperationen im Theater)
  • Sabine Köhncke (Referatsleitung, Senatsverwaltung für Kultur und Europa)
  • Julia Gutierrez Peris (Hauptstadtkulturfonds)
  • Christian Rakow (Theatertreffen)
  • Christina Roth (Fonds Darstellende Künste e.V.)
  • Sarah Schaaf (Kulturprojekte Berlin: Berliner Projektfonds Kulturelle Bildung)
  • Jutta Wangemann (Jury der Einzelprojektförderung des Senats)
  • Eva Behrendt (Theatertreffen)
Freitag 15:00 Uhr Großer Raum @ Raketa Studio Beratungsformat

Einzelberatungen zum Arbeiten in den freien darstellenden Künsten

in Englischer Sprache / mit Englischer Übersetzung

In Einzelberatungen beraten Expert*innen der Beratungsstelle des Performing Arts Programms aus unterschiedlichen Fachbereichen zu allen Fragestellungen rund um Arbeit und Kunstproduktion in den darstellenden Künsten.

Begrenzte Teilnehmer*innenzahl. Anmeldungen über das Anmeldeformular

auf www.pap-berlin.de/bt.

Beteiligte:

Freitag 15:00 Uhr Studio @ Theaterdiscounter Vorträge und Gespräche

Perspektiven: Kinder- und Jugendtheater, Theater im öffentlichen Raum, freie Ensembles und Orchester und Musiktheater

Kulturpolitische Interessensvertretungen und Verbände werden in allen Bereichen und auf allen Ebenen der freien Künste immer präsenter und wichtiger. Verhältnismäßig neue Gründungen wie FREO Freie Ensembles und Orchester, Initiative Neuer Zirkus oder das spartenübergreifende Netzwerk Allianz der Freien Künste sind auch Anzeichen dafür, welche grundlegende positiven Veränderungen die schon länger agierenden Verbände und Initiativen für ihre jeweils anderen Bereiche erzielen konnten.

Trotz aller Gemeinsamkeiten erfordert der solidarische Schulterschluss der kulturpolitisch Aktiven auch ein tiefgreifenderes Verständnis für die Besonderheiten anderer Sparten und einen Sinn für die in diesem Format ausführlich präsentierten Perspektiven.

Beteiligte:

  • Cox Ahlers (Initiative Neuer Zirkus e.V., Berlin)
  • Andreas Bräunig (FREO)
  • Dagmar Domrös (LAFT Berlin)
  • Gregor Pellacini (Bundesverband Theater im Öffentlichen Raum)
  • Ursula Maria Berzborn (Bundesverband Theater im Öffentlichen Raum)
Freitag 15:00 Uhr Großer Saal @ Theaterdiscounter Vortrag

Urteil und Teilhabe

in Englischer Sprache / mit Englischer Übersetzung

Welche ausschließenden Bewertungskriterien liegen unserem Qualitätsbegriff zu Grunde? Welche Qualitätsurteile werden vom westlichen hegemonialen Diskurs stillschweigend bestimmt? Wie können neue, diverse Perspektiven und Ästhetiken überhaupt (an)erkannt werden, innerhalb eines ästhetischen Kanons, der nur durch eine kleine Gruppe von Entscheidungsträger*innen immer wieder reproduziert wird? Ein kritischer historischer Abriss zu unserem Kanon, mit dem Ziel Perspektiven und Wege aufzuzeigen, wie sich die Diskussion des Qualitätsbegriffs hin zu einer noch größeren Diversität und Teilhabe in den darstellenden Künsten ändern könnte.

Beteiligte:

  • Peggy Piesche (Gunda-Werner-Institut für Feminismus und Geschlechterdemokratie in der Heinrich-Böll-Stiftung)
Freitag 15:30 Uhr Großer Saal @ Theaterdiscounter Podiumsdiskussion

Jurys, Gremien, Preise – Wo wollen wir hin?

in Englischer Sprache / mit Englischer Übersetzung

In einem offenen Gespräch diskutieren wir, was das kritische Hinterfragen und die Neudiskursivierung des „Qualitäts“-Begriffes konkret für die Praxis bedeutet: Welche Verhandlungen von Kriterien finden momentan in Jurys und Gremien statt? Welche Entscheidungen werden öffentlich oder transparent ausgetragen? Auf welche Weise wird eine diversitätssensible Perspektive in Auswahlverfahren gewährleistet? Welche Form und welche Auseinandersetzung von und mit Jurys, Gremien, Preisen wollen wir zukünftig haben?

Moderation:

Beteiligte:

  • Wagner Carvalho (Künstlerische Leitung Ballhaus Naunynstrasse)
  • Julian Klein (Komponist und Regisseur, Internationale Kulturbörse Freiburg)
  • Sabine Köhncke (Referatsleitung, Senatsverwaltung für Kultur und Europa)
  • Peggy Piesche (Gunda-Werner-Institut für Feminismus und Geschlechterdemokratie in der Heinrich-Böll-Stiftung)
Freitag 15:30 Uhr Kleiner Raum @ Raketa Studio Austauschformat

Round-Table: Networks Between Cities and Regions

in Englischer Sprache / mit Englischer Übersetzung

Wie steht es eigentlich um die Grenze zwischen Stadt und Land, zwischen Metropolen und Regionen? Wie können die Programme der Städte in die Regionen gebracht werden und wie können Produktionen vom Land in die Stadt? Welche Überschneidungen und welche Netzwerke existieren bereits? Welche fehlen?

Nach zwei beispielgebenden Kurzpräsentationen aus Prag und Niedersachsen laden wir Akteur*innen aus urbanen und ländlichen Räumen dazu ein, voneinander zu lernen, sich kennenzulernen und neue Netzwerke zu spinnen.

 

www.novasit.cz

Freitag 15:30 Uhr Besprechungsraum @ Theaterdiscounter Austauschformat

„Die Vielen“: Informations- und Austauschtreffen zur Berliner Erklärung

in Englischer Sprache / mit Englischer Übersetzung

Mit der Berliner Erklärung die am 9. November 2018 erstmalig veröffentlicht wird, artikulieren DIE VIELEN den Zusammenhalt in Kunst und Kultur als Teil der Zivilgesellschaft gegen rechtspopulistische sowie völkisch-nationale Strömungen und zeigen Haltung für Toleranz, Vielfalt und Respekt. DIE VIELEN stärken Kunstschaffende für die Theater und Kunst machen heißt, an einer Gesellschaft zu arbeiten, die sich aus Menschen aller Hautfarben und Geschlechtervariationen, vieler sexueller Orientierungen, unterschiedlichster Bedürfnisse und Fähigkeiten, aus Gläubigen und Nicht-Gläubigen zusammensetzt und auf deren Gleichberechtigung beruht.

Beteiligte:

  • Die Vielen
Freitag 16:30 Uhr Großer Raum @ Raketa Studio

Kaffeepause

Freitag 17:00 Uhr Studio @ Theaterdiscounter Vorträge und Gespräche

Focus Zeitgenössischer Zirkus – Gespräch mit der AG Zirkus des LAFT Berlin über Produktionsprozesse und interdisziplinäre Zusammenarbeit

Erst seit kurzer Zeit kommt der zeitgenössische Zirkus in Deutschland als eigene und neue Sparte in den darstellenden Künsten an. Das Interesse an Austausch und interdisziplinären Ausdrucksformen ist sowohl seitens der Akteur*innen des zeitgenössischen Zirkus als auch auf Seite der etablierten Disziplinen der darstellenden Künste groß. Wie kann ein theoretischer und praktischer Austausch funktionieren? Welche Mittel stehen dem zeitgenössischen Zirkus zur Verfügung und wie funktionieren seine Produktionsprozesse? Lassen sich die verschiedenen Wege hin zur Produktion verbinden, und was können die Sparten dabei voneinander lernen?

Moderation:

  • Tine Elbel (Dramaturgin, Produzentin, Berlin)

Beteiligte:

  • Claudius Bensch (International Booking Agent und Producer, Berlin)
  • Ute Classen (Kulturmanagerin, Aachen)
Freitag 17:00 Uhr Großer Saal @ Theaterdiscounter Podiumsdiskussion

Great Freedom, Blockchain Revolution Playground or Neoliberal Paradise? – Powerstructures in the Independent Performing Arts Scene

in Englischer Sprache / mit Englischer Übersetzung

Zum Abschluss des zweiten Branchentreff-Tages nehmen wir Machtstrukturen in den darstellenden Künsten auf internationaler Ebene in den Blick. Wir vergleichen Organisationsstrukturen im freien und institutionellen Bereich, betrachten neue Formen der dezentralen Zusammenarbeit und werfen einen Blick in die Welt der Vertrauen ersetzenden Technologien: Welche Machtstrukturen brauchen wir, wenn wir wachsen? Was machen wir anders, wenn wir uns in Institutionen bewegen? Wie kann positive Macht befördert werden? Wie stehen wir in einem gesamtgesellschaftlichen Zusammenhang da?

Moderation:

Beteiligte:

  • Lisa Basten (Sozialwissenschaftlerin, Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung)
  • Peter Harris (Resonate – the ethical music streaming co-op)
Freitag 19:00 Uhr Bar @ Theaterdiscounter

Informeller Austausch mit Musik

Samstag, 10. November 2018

Samstag 11:00 Uhr Besprechungsraum @ Theaterdiscounter Workshop

How to be an Ally? – Workshop zu Solidarität im Theater

in Englischer Sprache / mit Englischer Übersetzung

Im Workshop entwickeln die Teilnehmer*innen auf spielerische Weise Strategien der gegenseitigen Unterstützung in den bislang hierarchisch geprägten Theaterstrukturen. Wie wehre ich mich gegen sexistische Übergriffe? Wie kann ich Kolleg*innen unterstützen, die rassistisch angegangen werden? Wie kann ich Kritik äußern ohne meine Karriere aufs Spiel zu setzen? Ziel des Workshops ist es, Theaterschaffende zu verbünden und neue Formen von Gemeinschaft im Theaterbetrieb zu erschaffen und anzuwenden. Der Workshop richtet sich an alle Theatermacher*innen, die sich für einen Wandel der Umgangsformen im Theater einsetzen wollen. Mit einem intersektionalen Ansatz werden die Positionen, aus denen gesprochen wird, reflektiert. Dabei ist die Bereitschaft sich mit eigenen Privilegien auseinanderzusetzen Voraussetzung für die Teilnahme.

Beteiligte:

  • Vedi Vanessa Emde (INITIATIVE für SOLIDARITÄT am THEATER)
  • Paula Perschke (INITIATIVE für SOLIDARITÄT am THEATER)
Samstag 11:00 Uhr Studio @ Theaterdiscounter Austauschformat

Objects and Powerstructures

in Englischer Sprache / mit Englischer Übersetzung

In Kooperation mit der Schaubude Berlin / Festival „Theater der Dinge”

 

Ludomir Franczak und Mirko Winkel verhandeln historische und aktuelle Machtstrukturen auf der Bühne anhand von Objekten und den Biografien, auf die diese verweisen. Ihre Arbeiten bewegen sich zwischen Objekttheater, dokumentarischen Ansätzen und Installation / Performance. In ihrem gemeinsamen Workshop tauschen sie sich ausgehend von ihren Arbeiten mit den Teilnehmer*innen darüber aus, welche spezifischen Möglichkeiten der Dekonstruktion bestehender Machtverhältnisse und des Dialogs über alternative Formen des Zusammenlebens das Erzählen mit Objekten eröffnet. Insbesondere in Zeiten großer politischer Spannungen und einer Aufspaltung der Gesellschaft.

 

www.schaubude.berlin

www.schaubude.berlin/schaubude-berlin/theater-der-dinge/

Beteiligte:

Samstag 11:00 Uhr Großer Saal @ Theaterdiscounter Vortrag und Gespräch

Queer Bodies on Stage

in Englischer Sprache / mit Englischer Übersetzung

Resisting Interpretation : Exploring Non- Binary Embodiments Through Performances of Flesh.

For over the last twenty years Liz Rosenfeld has created both live performative and filmic works which deal with questions concerning queer identifications, bodies of resistance, and the responsibility of taking up space. In an intimate talk, Liz will look at how she has come to understand herself as a non-binary queer body through her performance and film work, specifically talking about how the relational practices of queer cruising and sex have informed her artistic practice, while also furthering her connection to flesh as material. Rather than an articulation of gender identity, Rosenfeld's connection with non-binary relationality informs her own political and emotional realization of how one's body can move queer time and space.

Following Liz’ talk, Tobias Herzberg and her will discuss contemporary queer discourses as for example concepts of empowerment via self-marketing, radical subjectivity, and the question why we as performing artists should treat topics like queerness (or heterosexuality) with great explicity.

Beteiligte:

Samstag 11:00 Uhr Bar @ Theaterdiscounter Workshop

Training für Vertragsverhandlungen in patriarchalen Strukturen

In unserer weiterhin von patriarchalen Strukturen und Denkweisen geprägten Gesellschaft werden Menschen mit unterschiedlichen Genderidentifizierungen ungleich beurteilt. Dies gilt für alle Arbeitsbereiche, insbesondere für solche, in denen Vorstellungen von Begabung und „Genie” eine wichtige Rolle spielen. Neben notwendigen Veränderungen auf der strukturellen Ebene können auch persönliche Empowerment-Maßnahmen helfen, um eine größere Gendergerechtigkeit zu erreichen. Dieser Workshop möchte den Teilnehmer*innen dabei helfen, in Verhandlungssituationen besser vorbereitet zu sein und souveräner die eigene Position zu vertreten.

Samstag 11:00 Uhr Kleiner Raum @ Raketa Studio Austauschformat

Who Cares? – Modelle der Vereinbarung von Theater und Care-Arbeit

in Englischer Sprache / mit Englischer Übersetzung

Wie lassen sich das Arbeiten in freien Strukturen und eine private Lebensplanung / -Organisation vereinbaren? Wer übernimmt die Aufgabe sich um Familienangehörige, Freund*innen, Nachbar*innen und Kolleg*innen zu kümmern und tragfähige soziale Netzwerke aufzubauen? Der Workshop möchte Input geben und in einer gemeinsamen Diskussion über unterschiedliche Modelle der Vereinbarung von Theater und Care-Arbeit ins Gespräch kommen.

Samstag 11:30 Uhr Großer Raum @ Raketa Studio Beratungsformat

Einzelberatungen zum Arbeiten in den freien darstellenden Künsten

in Englischer Sprache / mit Englischer Übersetzung

In Einzelberatungen beraten Expert*innen der Beratungsstelle des Performing Arts Programms aus unterschiedlichen Fachbereichen zu allen Fragestellungen rund um Arbeit und Kunstproduktion in den darstellenden Künsten.

Begrenzte Teilnehmer*innenzahl. Anmeldungen über das Anmeldeformular

auf www.pap-berlin.de/bt.

Beteiligte:

  • Eva Hartmann (Coach, Managerin, Produzentin)
Samstag 12:30 Uhr Studio @ Theaterdiscounter Gespräch

Pathologisierung in Theater und Therapie

In Kooperation mit den Sophiensælen / Festival „Save Your Soul!”

 

Der therapeutische Aspekt von Theater wird aktuell in einer Vielzahl von Theaterproduktionen reflektiert, die Sophiensæle widmen diesem Phänomen zeitgleich zum Branchentreff ein ganzes Festival. Auch auf struktureller Ebene besteht ein interessanter Zusammenhang zwischen den Bereichen Theater und Therapie, insbesondere in Bezug auf das Thema Urteilen: Dem Wortlaut folgend sind Kurator*innen als Sorgetragende (“curare”) nicht weit vom Berufsbild der Therapeut*innen entfernt. So betrachtet lassen sich Beurteilungs-, Bewertungs- und Klassifizierungsvorgänge in beiden Bereichen auf ähnliche Weise beschreiben. Was können Theater und Therapie voneinander lernen, um das Verhältnis zwischen Kurator*in / Therapeut*in und den jeweils Umsorgten gleichberechtigter zu denken und zu gestalten?

 

www.sophiensaele.com

Beteiligte:

  • Alina Gause (Diplompsychologin, Sängerin, Berlin)
  • Jakob Weiss (regie-netzwerk)
Samstag 13:30 Uhr Großer Raum @ Raketa Studio Essensformat

Mittagessen mit Initiativen für mehr Teilhabe in den darstellenden Künsten

Im Anschluss an die Workshops und Round Tables am Vormittag können die Besucher*innen beim gemeinsamen Mittagessen Initiativen für Gleichstellung in den darstellenden Künsten kennenlernen, sich austauschen und vernetzen. Seit der Veröffentlichung der Studie „Frauen in Kultur und Medien" (2016) des Deutschen Kulturrates liegen die Zahlen zu Geschlechterdiskriminierung in den darstellenden Künsten klar auf dem Tisch, und es haben sich in diesem Zuge einige neue Initiativen, wie Pro Quote Bühne und Solidarität im Theater, gegründet, die immer breitflächiger mit intersektionaler Perspektive an Gerechtigkeits- und Teilhabefragen im Theater arbeiten.

Beteiligte:

  • Cox Ahlers (Initiative Neuer Zirkus e.V., Berlin)
  • Elena Schmidt (INITIATIVE für SOLIDARITÄT am THEATER)
  • Therese Nübling (Theater.Frauen)
  • Theresa Schlesinger (Theater.Frauen)
  • Thomas Fabian Eder (Die Vielen)
  • Thorsten Schlenger (48 Stunden Neukölln)
  • Jakob Weiss (regie-netzwerk)
  • Johannes Lange (ensemble-netzwerk)
  • France-Elena Damian (Pro Quote Bühne)
  • Helena Kontoudakis (Pro Quote Bühne)
  • Laura Sophia Becker (Pro Quote Bühne)
Samstag 14:00 Uhr Großer Raum @ Raketa Studio Vortrag im Rahmen des Essensformat

Zahlen & Fakten – Präsentation der Studie „Frauen in Kultur und Medien“ des Deutschen Kulturrates 2016

Als Grundlage für die gemeinsame Diskussion und die Veranstaltungen am Nachmittag stellt Dr. Cornelie Kunkat im Rahmen des Essensformats die Studie mit Fokus auf die freien darstellenden Künste, in einem Kurzvortrag vor.

Beteiligte:

  • Dr. Cornelie Kunkat (Leitung Projektbüro für Frauen in Kultur und Medien des Deutschen Kulturrats)
Samstag 15:00 Uhr Kleiner Raum @ Raketa Studio Vortrag und Gespräch

Neue Agent*innen für kollektive Autor*innenschaft

Wie kann die Ideen- und Textentwicklung im gemeinsamen Produktionsprozess von Künstler*innen und Produzent*innen solidarisch gedacht und organisiert werden? Wie können sich z.B. Autor*innen und Regisseur*innen auf Augenhöhe und selbstbestimmt begegnen, ohne dass eine Vermittlungsinstanz zwischengeschaltet ist? Und wie verändern sich Verlage und Agenturen angesichts eines sich erweiternden Autor*innenbegriffs? Wie sieht es in diesem Zusammenhang mit Fragen der Urheber*innenschaft aus? In einem offenen Gespräch berichten Sabine Westermaier und Dorothea Lautenschläger vom Umgang mit kollektiver Autor*innenschaft in ihren jeweiligen Arbeitsfeldern. Sabine Westermaier und Dorothea Lautenschläger haben 2018 „rua. Kooperative für Text und Regie" gegründet, die an einem solidarischen Austausch und kollektiven Prozess der Ideen- und Textentwicklung von Autor*innen und Regisseur*innen arbeitet.

Samstag 15:00 Uhr Studio @ Theaterdiscounter

Neue Entwicklungen oder Verbände und Verbündete – who's talking?

Sechste Episode der Gesprächsreihe des Bundesverband Freie Darstellende Künste

Der Bundesverband Freie Darstellende Künste (BFDK) lädt Akteur*innen der freien darstellenden Künste zur Diskussion darüber ein, wie wir uns am besten vernetzen können, um uns gemeinsam Gehör zu verschaffen. Welche Formen der konstruktiven Versammlung gibt es? Wie lassen sich Entscheidungsprozesse gestalten, wie Forderungen an die Politik durchsetzen und wer spricht eigentlich wann für wen? Auf der Suche nach bestehenden Banden, Verbündeten und solidarischen Prinzipien lädt der BFDK alle ein, die mehr wollen als ihr eigenes Süppchen zu kochen. Die Gesprächsreihe fand bisher statt im Rahmen von Hauptsache Frei Hamburg, FAVORITEN in Dortmund, dem Avant Art Festival  in Gotha und RODEO München statt.

Samstag 15:00 Uhr Großer Raum @ Raketa Studio Vorträge

Public Exchange Marketing-Training

Kunst- und Kulturschaffende der freien darstellenden Künste können und sollen nicht an gängigen Vorgaben des Marketings und der Betriebswirtschaftslehre gemessen werden. Ihre Produkte und ihre Zielgruppen sind nicht die eines Dienstleistungsunternehmens. Dennoch braucht es Vermarktungsstrategien, solche, die so individuell sind, wie die Kunst- und Kulturschaffenden selbst. Dabei spielen Authentizität und Kontinuität in der eigenen Arbeit eine wichtige Rolle, stellen jedoch auch die Herausforderung dar.

Das Performing Arts Programm Berlin unterstützt mit seinem Marketing-Training Kunst- und Kulturschaffende der freien darstellenden Künste mithilfe von Expert*innen maßgeschneiderte Konzepte für ihre Kommunikationsstrategie zu entwickeln und umzusetzen. Im Rahmen des Branchentreffs werden Ergebnisse präsentiert und diskutiert. Feedback erwünscht!

Beteiligte:

  • Magdalena Balkowski (Kultur- und Online-Marketing Managerin)
  • Susanne Gietl (PURPLE - Internationales Tanzfestival für junges Publikum, Berlin)
  • Deniz Kara (Schauspieler, Musiker)
  • Lena-Maria Kneisel (FLUGWERK, Berlin)
  • Carola Lehmann (Theatermacherin, Performerin)
  • Kristina van Kempen (SZENE 2WEI inklusive tanzkompanie)
Samstag 15:00 Uhr Großer Saal @ Theaterdiscounter Vortrag und Podiumsdiskussion

Urteil und Gender

In dieser Podiumsdiskussion setzten wir uns mit der Frage auseinander, wie Künstler*innen auf Grund ihrer Genderidentifizierung beurteilt werden, und entwickeln Ideen dazu, was das für Auswahlprozesse, Kunstkritik und die Inszenierung von Geschlechteridentitäten auf der Bühne bedeuten könnte und sollte. Nach einem gendertheoretischen Vortrag von Prof. Dr. Sabine Hark sind die Besucher*innen eingeladen, sich gemeinsam mit den Künstlerinnen auf dem Podium über Erfahrungen und Möglichkeiten des Empowerments austauschen.

Samstag 16:30 Uhr Großer Raum @ Raketa Studio

Kaffeepause

Samstag 17:00 Uhr Großer Raum @ Raketa Studio Vortrag

Buchvorstellung „Neue Vermittlungsformate für die freien darstellenden Künste“

Acht experimentelle Formate der Kunstvermittlung wurden im Rahmen von Theaterscoutings Berlin – in Zusammenarbeit mit der UdK Berlin – von 2016 bis 2018 in der freien Tanz- und Theaterszene Berlins initiiert, getestet und weiterentwickelt. Die Publikation „Neue Vermittlungsformate für die freie Szene“ stellt diese Formate vor, lädt ein zum Kennenlernen und Ausprobieren sowie zum gemeinsamen Weiterdenken der Konzepte und Formen der Kunstvermittlung.

Beteiligte:

Samstag 17:00 Uhr Großer Saal @ Theaterdiscounter Podiumsdiskussion

Kollektive = „Genderfalle“?

in Englischer Sprache / mit Englischer Übersetzung

Sind kollektive Arbeitsstrukturen nach wie vor insbesondere für Frauen interessant? Geht es dabei um den Wunsch, auf Augenhöhe zu arbeiten, um solidarisches Empowerment oder um Pragmatisches, wie die Vereinbarkeit von Arbeit und Familie? Wir unternehmen in dieser Diskussion den Versuch, Organisationsformen und Hierarchieverhältnisse in Kollektiven aus gendertheoretischer Perspektive zu betrachtet, zu hinterfragen, was wir eigentlich genau meinen, wenn wir von spezifisch „weiblichen" und „männlichen" Machtverhalten in Theaterstrukturen sprechen, und welche Genderbilder sich darüber hinaus mit der Absage an hierarchischere Arbeitsstrukturen verbinden.

Samstag 17:00 Uhr Kleiner Raum @ Raketa Studio Austauschformat

Kunst machen abseits von Antragskultur?

Nicht wenige interessante Konzepte verstauben in „Schubladen“, weil Anträge nicht gestellt oder abgelehnt wurden. Wie können Projekte trotzdem umgesetzt werden? Welche anderen Möglichkeiten gibt es neben der Beantragung öffentlicher Fördermittel? Sind Sponsoring, Mäzenat*innentum und Crowdfunding überhaupt adäquate Alternativen? Welche neuen Systeme können wir erfinden und welche gibt es vielleicht schon?

Katharina von Wilcke stellt die in einem Workshop des Performing Arts Programms entwickelten Ideen und Ansätze vor. Im Anschluss können die Teilnehmer*innen Erfahrungen und Ideen in einem offenen Austauschformat teilen.

Samstag 18:30 Uhr Großer Saal @ Theaterdiscounter Podiumsdiskussion

Frauenquote voll erfüllt – was machen wir anders?

in Englischer Sprache / mit Englischer Übersetzung

Was ändert sich in Branchen, wenn zu gleichem Anteil Frauen die Leitung der Geschäfte übernehmen? Was können und wollen wir anders machen für noch größere Gendergerechtigkeit in unseren Strukturen und Arbeitsweisen? Zum Abschluss des Tages möchten wir einen kritischen Blick auf das Thema Geschlechtergerechtigkeit in verschiedenen Bereichen der freien Szene werfen, und uns selbstkritisch fragen, wie auch größere Institutionen besser organisiert und geleitet werden können.

Moderation:

  • Elena Philipp (nachtkritik.de)

Beteiligte:

Samstag 19:30 Uhr Großer Saal @ Theaterdiscounter Austauschformat

„Raus aus der Bubble“ – Snacks und Getränke mit Expert*innen anderer Branchen

in Englischer Sprache / mit Englischer Übersetzung

Menschen suchen das Vertraute. Im Gesicht gegenüber ein Lächeln zu erkennen und selber zu lächeln ist das 1x1 menschlicher Beziehungen. Wir hören lieber den Menschen zu, die uns ähnlich sind, und wir brauchen Wiederholung und Routine, um sozial funktionieren zu können. Aber genauso suchen wir das Unbekannte und sehnen uns nach neuen Horizonten. Deswegen wollen wir zum Abschluss des 6. Branchentreffs raus aus unserer Bubble!

Wir laden Expert*innen aus anderen Branchen ein, um zu hören und zu verstehen, was diese Branchen gerade umtreibt, welche Strukturen sich wandeln, welche Ziele neu definiert und verfolgt werden, wie sie sich öffnen und was sie antreibt.

Samstag 22:00 Uhr Großer Saal @ Theaterdiscounter Abschlussparty

Alles muss raus

Beteiligte:

  • DJ Henrike Iglesias

Vitae der Beteiligten

Janina Benduski (Performing Arts Programm)zurück nach oben

Janina Benduski ist Mitbegründerin von ehrliche arbeit - freies Kulturbüro, einem Produktionskollektiv für die freien darstellenden Künste. ehrliche arbeit verbindet Konzept- und Projektentwicklung, Produktionsleitung sowie Presse- und Öffentlichkeitsarbeit mit Dramaturgie und strategischer Beratung für und mit zahlreichen freien Künstler*innen, Gruppen, Spielstätten oder Produktionshäusern. Als Mitglied der Musiktheaterkompagnie Oper Dynamo West entwickelte sie Kunstprojekte im urbanen Raum („Die Stadt als Bühne“ Hatje Cantz 2010).

Seit 2009 ist sie Mitglied (seit 2013 kooptiert) im Vorstand des LAFT - Landesverband freie darstellenden Künste Berlin. Sie ist Programmdirektorin des Performing Arts Programm Berlin, einer Initiative zur strukturellen Stärkung, Professionalisierung und Vernetzung der freien darstellenden Künste in Berlin und leitet seit 2016 das Performing Arts Festival Berlin, das jährlich an über 60 Spielstätten in Berlin die Arbeiten der freie Theater-Szene präsentiert. Seit November 2015 ist Janina Benduski erste Vorsitzende des BFDK - Bundesverband freie darstellende Künste.

Prof. Dr. Ludger Schwarte (Kunstakademie Düsseldorf)zurück nach oben

LUDGER SCHWARTE ist Professor für Philosophie an der Kunstakademie Düsseldorf (seit 8/2009). Studium der Philosophie, Literatur und Politologie in Münster, Berlin und Paris. Promotion im Fach Philosophie an der FU Berlin 1997. Habilitation für Philosophie an der FU Berlin 2007. Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der FU Berlin von 2000 bis 2006, Assistenzprofessor an der Uni Basel von 2006 bis 2009. Professur für Theorie des Ästhetischen an der Zürcher Hochschule der Künste 2009. Forschungsaufenthalte und Gastdozenturen an den Universität Paris 8 und am GACVS (Washington), an der Maison des Sciences de l‘Homme (Paris), an der Universität Abidjan, an der Columbia University (New York), an der EHESS (Paris) und am IKKM (Weimar). Arbeitsschwerpunkte: Ästhetik, politische Philosophie, Kulturphilosophie, Wissenschaftsgeschichte.

Angela Löer (Turbo Pascal)zurück nach oben

Turbo Pascal ist ein Berliner Performance- und Theaterkollektiv. Es besteht aktuell aus Frank Oberhäußer, Eva Plischke, Angela Löer, Margret Schütz, Friedrich Greiling, Janina Janke und wiederkehrenden Gästen und Freund_innen. Turbo Pascal hat sich mit „moderierten theatralen Publikumsexperimenten“ einen Namen gemacht, die gesellschaftliche Prozesse im Theater anders erfahrbar machen. Die Gruppe übersetzt virtuelle Welten – digitale Prozesse ebenso wie innere oder imaginäre Denkprozesse – in räumliche Situationen, in analoge Sprech- und Interaktionsweisen, in Szenarien zwischen Performer_innen und Publikum. Hierfür wurde Turbo Pascal 2018 mit dem den George-Tabori-Förderpreis ausgezeichnet und mit Böse Häuser zum Stückemarkt des Berliner Theatertreffens eingeladen. In Berlin arbeitet Turbo Pascal seit 2009 kontinuierlich mit den Sophiensaelen zusammen, außerdem u. A. mit dem Deutschen Theater Berlin. Anfang 2019 entsteht die erste interaktive Arbeit von Turbo Pascal für Kinder am Theater an der Parkaue.

Frank Oberhäußer (Turbo Pascal)zurück nach oben

Turbo Pascal ist ein Berliner Performance- und Theaterkollektiv. Es besteht aktuell aus Frank Oberhäußer, Eva Plischke, Angela Löer, Margret Schütz, Friedrich Greiling, Janina Janke und wiederkehrenden Gästen und Freund_innen. Turbo Pascal hat sich mit „moderierten theatralen Publikumsexperimenten“ einen Namen gemacht, die gesellschaftliche Prozesse im Theater anders erfahrbar machen. Die Gruppe übersetzt virtuelle Welten – digitale Prozesse ebenso wie innere oder imaginäre Denkprozesse – in räumliche Situationen, in analoge Sprech- und Interaktionsweisen, in Szenarien zwischen Performer_innen und Publikum. Hierfür wurde Turbo Pascal 2018 mit dem den George-Tabori-Förderpreis ausgezeichnet und mit Böse Häuser zum Stückemarkt des Berliner Theatertreffens eingeladen. In Berlin arbeitet Turbo Pascal seit 2009 kontinuierlich mit den Sophiensaelen zusammen, außerdem u. A. mit dem Deutschen Theater Berlin. Anfang 2019 entsteht die erste interaktive Arbeit von Turbo Pascal für Kinder am Theater an der Parkaue.

Eva Plischke (Turbo Pascal)zurück nach oben

Turbo Pascal ist ein Berliner Performance- und Theaterkollektiv. Es besteht aktuell aus Frank Oberhäußer, Eva Plischke, Angela Löer, Margret Schütz, Friedrich Greiling, Janina Janke und wiederkehrenden Gästen und Freund_innen. Turbo Pascal hat sich mit „moderierten theatralen Publikumsexperimenten“ einen Namen gemacht, die gesellschaftliche Prozesse im Theater anders erfahrbar machen. Die Gruppe übersetzt virtuelle Welten – digitale Prozesse ebenso wie innere oder imaginäre Denkprozesse – in räumliche Situationen, in analoge Sprech- und Interaktionsweisen, in Szenarien zwischen Performer_innen und Publikum. Hierfür wurde Turbo Pascal 2018 mit dem den George-Tabori-Förderpreis ausgezeichnet und mit Böse Häuser zum Stückemarkt des Berliner Theatertreffens eingeladen. In Berlin arbeitet Turbo Pascal seit 2009 kontinuierlich mit den Sophiensaelen zusammen, außerdem u. A. mit dem Deutschen Theater Berlin. Anfang 2019 entsteht die erste interaktive Arbeit von Turbo Pascal für Kinder am Theater an der Parkaue.

Thomas Fabian Eder (Koordinator Internationales, Performing Arts Festival Berlin)zurück nach oben

Thomas Fabian Eder arbeitet als freier Dramaturg und Kunstmanager in der freien Performing Arts Szene Berlins.

 

Noch während des Studiums der Performance Studies, Visual Culture und des Kultur- & Kommunikationsmanagement war er Mitbegründer der Kollaborationsplattform Illutron in Dänemark. In den folgenden Jahren gründete er das jährlich wiederkehrende seekult Festival in Friedrichshafen und das Performance Kollektiv Initiative X-Tage.

 

Seit 2014 liegt sein Arbeitsmittelpunkt in Berlin, wo er mit Künstler*innen wie Milo Rau/IIPM, Juli Reinatz, Jessica Glause, bigNOTWENDIGKEIT und Anderen zusammen arbeitet. Zudem entwickelte er für den Berliner Landesverband Freie Darstellende Künste den Distribution & Marketing Bereich des Performing Arts Programm, bevor er 2015 die Leitung des Fachbesucherprogramms und der internationalen Beziehungen des Performing Arts Festivals übernahm. Außerhalb Berlins begleitet Thomas die Produktionsresidenz „Vorpommern tanzt an“ auf Schloss Bröllin als Creative Producer und ist Vorstandsmitglied von „die Vielen“ - Verbund Berliner Künstler*innen für politischen Aktivismus.

Tucké Royale (Theatermacher, Autor, Musiker, Berlin)zurück nach oben

Tucké Royale arbeitet als Theatermacher, Autor und Musiker. Er studierte Judaistik an der FU Berlin und Puppenspielkunst an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch, Seine Solo-Stücke TUCKÉ ROYALE und ICH BEIßE MIR AUF DIE ZUNGE UND FRÜHSTÜCKE DEN BELAG, DEN MEINE RABENELTERN MIR HINTERLIEßEN wurden international gezeigt. 2015 rief Royale als deren Erster Sprecher den ZENTRALRAT DER ASOZIALEN IN DEUTSCHLAND ins Leben und stößt seitdem das Gedenken an eine bis dahin unsichtbarere NS-Opfergruppe an. 2016 gründete er BOIBAND, deren LP bei Staatsakt verlegt ist. 2017 übernahm Royale die Regie für das in Zusammenarbeit mit Johannes Maria Schmit entstandene Rachemusical MIT DOLORES HABT IHR NICHT GERECHNET zu jüdisch-queerem Widerstand. Er arbeitet an eigenen Projekten und als Mentor und Dozent. Zusammenarbeiten mit u.a. Hans Unstern, Gintersdorfer Klaßen, Lola Arias, Talking Straight, Martin Hansen, Heinrich Horwitz und dem Schwulen Museum* in Berlin.

Anne Schneider (Geschäftsführung, Bundesverband Freie Darstellende Künste)zurück nach oben

Anne Schneider ist gemeinsam mit Stephan Behrmann als Geschäftsführung des Bundesverbands Freie Darstellende Künste tätig und arbeitet als freie Regisseurin. Sie war von 2014 bis 2017 Künstlerische Leiterin des Festivals Hauptsache Frei in Hamburg, nachdem sie zuvor zwei jahre das Kaltstart-Festival geleitet hatte. Als Teil des Kollektivs MischPULK realisiert sie die theatral-installative Reihe INTERVISIONS am Lichthof Theater Hamburg.

Aline Benecke (Künstlerin, Dramaturgin und Doktorandin an der Akademie der Bildenden Künste Wien / P.hD-In-Practice)zurück nach oben

Aline Benecke entwickelt mit gefundenen und fehlenden Fotografien essayistische, narrative Lektüre Formate und forscht im Spannungsfeld von Erinnerung, kultureller Identität und Subjektivierung. Sie forscht zur politischen Relevanz des Visuellen, arbeitet an de-kolonialen Ästhetiken und interessiert sich für Queer- und Schwarzen Feminismus.

Aline Benecke studierte Arts du Spectacles an Paris X / Nanterre, Theaterwissenschaften an der FU / Berlin, im Master-Programm DasArts an der Hoogeschoolen van der Kunsten / Amsterdam und Angewandte Theaterwissenschaften in Gießen, wo sie ihr Diplom 2009 erhielt. Seit 2015 ist sie Kollegmitglied des PhD-in-Practice-Programms der Akademie der Bildenden Künste Wien. Als Performerin arbeitet sie u.a mit dem Kollektiv Monster Truck, der Kompagnie leTOC, der Künstlerin Yvon Chabrowski und der Choreografin Lucie Tuma zusammen. Sie arbeitet als Freie Dramaturgin für den Regisseur Jens Heitjohann sowie für die Performerin Lulu Obermayer. Aline Benecke lehrte als Künstlerische Mitarbeiterin im Fachbereich Theorie & Praxis der Visuellen Kommunikation an der Kunsthochschule Kassel.

Ihre erste Solo Performance picture this… wurde zu zahlreichen nationalen sowie internationalen Festivals eingeladen u.a Goteborgs Dans&Teater Festival, transmediale Berlin and Diskurs Festival Gießen. Im Rahmen von Gruppenausstellungen präsentierte Aline Benecke die Performance as you hold them ... again (and again and again) im Mumok / Wien und die Installation we could have met im Artistic Research Pavillon / Venedig.

Martine Dennewald (Künstlerische Leitung Theaterformen, Hannover / Braunschweig)zurück nach oben

Martine Dennewald, Jahrgang 1980, ist seit Ende 2014 künstlerische Leiterin des Festivals Theaterformen, das seit 1990 internationales Theater in Niedersachsen präsentiert. Die gebürtige Luxemburgerin studierte Dramaturgie in Leipzig und Kulturmanagement in London. Dort arbeitete sie beim LIFT erstmalig für ein Theaterfestival, später auch in Budapest beim Kortárs Drámafesztivál. Von 2007 bis 2011 war sie Schauspielreferentin und Kuratorin des Young Directors Project bei den Salzburger Festspielen. 2012 ging sie als Dramaturgin ans Künstlerhaus Mousonturm in Frankfurt, das sie bis Juli 2014 gemeinsam mit Marcus Droß und Martina Leitner interimistisch leitete.

Wibke Behrens (Sprecherin, Kulturpolitische Gesellschaft Berlin-Brandenburg)zurück nach oben

Wibke Behrens ist studierte Designhistorikerin und Kulturwissenschaftlerin, zertifizierter systemischer Coach und zudem kulturpolitisch tätig. Sie arbeitet in der neuen Gesellschaft für bildende Kunst (nGbK), hat einen Lehrauftrag für Kulturpolitik an der FH Potsdam, gibt Workshops für Goethe Institute weltweit (im Bereich Kulturmanagement, Netzwerkarbeit + Kommunikation), ist für die Kulturpolitische Gesellschaft im Sprecherduo für Berlin + Brandenburg und geschäftsführender Vorstand des FA XII Kulturpolitik der SPD Berlin. Derzeit arbeitet sie im Leitungsteam der AG Alte Münze und war von 2012-2018 im Sprecherkreis der Koalition der Freien Szene. Sie ist Mitbegründerin eines im Aufbau befindlichen neuen Instituts für Kulturpolitik in Berlin.

Sebastian Brünger (Doppelpass – Fonds für Kooperationen im Theater)zurück nach oben

Sebastian Brünger hat Betriebswirtschaftslehre und Politikwissenschaft an der Universität Mannheim und der Johns Hopkins University Baltimore studiert sowie an der Humboldt-Universität zu Berlin im Fach Geschichte über den Umgang deutscher Konzerne mit ihrer NS-Vergangenheit promoviert. Von 2005 bis 2015 arbeitete er als Dramaturg im Autoren-Regie-Kollektiv Rimini Protokoll und recherchierte Themen und Personen für Projekte wie Wallenstein, Karl Marx: Das Kapital, Hauptversammlung oder 50 Aktenkilometer. Seit Februar 2016 ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter bei der Kulturstiftung des Bundes und leitet das Förderprogramm Doppelpass – Fonds für Kooperationen im Theater.  

Katharina von Wilcke (Produktions-, Projektleiterin, Berlin)zurück nach oben

Katharina von Wilcke (Kulturmanagerin / Kuratorin / Beraterin, DepArtment Berlin)

gründete 1995 DepArtment, das erste Produktionsbüro für Freie Darstellende Künste in Deutschland. Neben ihrer Tätigkeit als Managerin von verschiedensten Tanz- und Theatergruppen war sie Projektleiterin u.a. bei Theater der Welt 1996, Expo 2000 Hannover, Tanzplattform Deutschland 2000, Festival Politik im Freien Theater 2002, Heimspiel 2011. Im Auftrag der Kulturstiftung des Bundes (KSB) leitete sie mit Sabine Gehm die Tanzkongresse 2006, 2009, 2013 und 2016. Gemeinsam mit den Kulturmanager*innen Harriet Lesch, Katja Sonnemann und Peter Boragno betreibt sie seit 2014 die Agentur Wilson*Borles – arts management, die für die KSB Veranstaltungen ausrichtet. Sie ist Mentorin und Beraterin für künstlerische und kulturelle Angelegenheiten, gibt Workshops u.a. im Performing Arts Programm Berlin (PAP) und hat zuletzt das Fort- und Weiterbildungsangebot ON THE ROAD #4 des BFDK kuratiert.

Tina Pfurr (Künstlerische Leitung Ballhaus Ost)zurück nach oben

Tina Pfurr, geboren 1980, hat mehrere Semester Germanistik und Philosophie an der Technischen Universität Berlin studiert.

 

Neben Tätigkeiten als Schauspielerin, Performerin und Sprecherin u.a. mit Paul Plamper, Zé Zelso, Phil Collins (the artist) und Gob Squad, entwickelte sie auch eigene Performances. Mit ihrer Tanzkaraoke Performance copy&dance reist sie seit 2014 um die Welt.

 

2001 - 2017 arbeitete sie regelmässig als Souffleuse mit René Pollesch an der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz in Berlin. Als freie Produktionsleiterin für Theater, Film und Hörspiel u.a. für die agentur kriwomasow, vorschlag:hammer, Paul Plamper, Helene Hegemann und Zintel & Zybowski, u.a. am Maxim Gorki Theater Berlin, schauspielhannover, Theater Magdeburg und Ballhaus Ost Berlin, ist sie seit 2003 tätig.

 

Seit 2002 regelmäßige Arbeiten für Film und Fernsehen. Sie ist Teil der Performance Kollektive torstrasse-intim und taheter unkst.

 

Seit 2017 ist sie Jurymitglied für die Projektförderung der Freien Darstellenden Künste im Bereich Sprechtheater / Performance / Tanz der Kulturbehörde Hamburg

 

Tina Pfurr lebt und arbeitet in Berlin. Gemeinsam mit Daniel Schrader leitet sie dort seit 2011 das Ballhaus Ost.

Martina von Bargen (LaFT Niedersachsen Niedersachsen)zurück nach oben

Geboren 1964, gelernte Kauffrau und zertifizierte Kulturmanagerin, seit 2002 für den Landesverband Freier Theater in Niedersachsen tätig. Davon seit fünf Jahren im Geschäftsführungsteam mit ihrer Kollegin Ulrike Seybold (www.laft.de).

 

Schwerpunkte der Tätigkeit sind die Antragsberatung für Freie Theater, hier auch Workshops für angehende Kulturwissenschaftler*innen der Universität Hildesheim.

Vielfältige kulturpolitische Aktivitäten zur besseren Sichtbarkeit des Freien Theaters. Ein wichtiges Arbeitsthema ist die Stärkung des Kinder- und Jugendtheaters, u. a. durch die mehrjährige Vertretung der Theater in der Gastspielreihe "Spielplatz Niedersachsen" (eine Kooperation mit der LAG Soziokultur), als regionale Fachstelle Nord der Bündnisse für Bildung im Programm "tanz+theater machen stark" und als Kooperationspartnerin für die Stiftung Niedersachsen und die Kinderkulturbörse in Hannover.

Seit 2018 außerdem Mitkoordinatorin im Bundesprogramm Ländliche Entwicklung "Neue Spielräume - Theater für Landgrundschulen.

Petr Pola (Nová siť, Prag)zurück nach oben

He graduated from Aesthetics at the Charles University (Ph.D.) and from Dramaturgy at the Academy of Performing Arts in Prague (MgA). He has been working as a producer and dramaturge of devised theatre Anicka a letadylko since its founding 2004. Since 2014 he has been working in the non-profit cultural organisation Nová síť, currently he is supervising the PRALIN project (cultural exchange Prague - Berlin), communication of Nová síť organisation and is the artistic director of International New Theatre Festival Mala inventura Czech Republic. Since 2017 has been teaching theatre theory at the Department of Philosophy of University of West Bohemia.

Adriana Světlíková (Nová siť, Prag)zurück nach oben

The chairwomen of Nova sit – NGO organisation /director of the International New Theatre Festivals Mala inventura Czech republic, a coordinator of the programs Education, Networking and Cultural Advocacy and Czech cultural network. A coordinator of the Visegrad Program of Artistic Residences VARP-PA for the Czech Republic, a member of grant committees of the Ministry of Culture. Furthermore, she participates in lectures and analysis seminars, acts as mediator, coach and consultant of cultural projects, individuals and towns in the Czech regions. She graduated from the Department of Cultural Theory at the Faculty of Arts of the Charles University ( Mgr.). She worked as a manager and director and has produced theater projects, including film production. She acted as the program coordinator of the European project Development of New Art. She is one of the initiators of the Czech theater DNA awards for extraordinary contribution, development and support of the new theater.

Yael Sherill (Kuratorin und Kulturmanagerin, Berlin)zurück nach oben

Yael Sherill (b. 1982, Israel/Romania) is a freelance curator, cultural manager and cultural facilitator, based in Berlin. She is directing a nomadic curatorial platform called B_Tour, which investigated the format of the guided tour as an artistic strategy. Since 2013, B_Tour presented festivals and individual projects in Berlin, Leipzig, Belgrade, Vilnius, Copenhagen and Tel-Aviv in collaboration with institutions such as: Copenhagen Art Week, Public Art Lab Berlin, ZK/U Berlin - Center for Art and Urbanistics, Cultural Center of Belgrade, Belgrade International Theater Festival, Center of Contemporary Art TeL-Aviv, The Lithuanian National Drama Theater, The Architecture Foundation Vilnius, University of Leipzig and others. Since 2017, she is part of the education department of the Jewish Museum in Berlin, interacting with experimental practices of art and cultural mediation. She is part of the founding team of The Independent Curators’ Network Berlin, looking at meta-questions about curatorial practice and alternative financial and governance structures in art.

Mirko Winkel (Bildender Künstler, Regisseur, Berlin)zurück nach oben

Mirko Winkel wurde in der DDR geboren und lebt in Berlin und Wien. Er studierte Bildende Kunst und Performance Kunst bei Marina Abramovic und Christoph Schlingensief und absolvierte ein Masterstudium in Solo/Dance/Authorship an der Universität der Künste und der HfS Ernst Busch Berlin. Seine recherchebasierten vornehmlich kollaborativen Arbeiten sind sowohl Performances, Videos, Vorträge und Texte, aber auch Raumkonzepte, Ideen und Verbesserungsvorschläge. Er ist Mitbegründer der Freien Klasse Braunschweig (Theaterformen 2004, Elektropopklub 2005) und der Agentur Mysafir (9. Istanbul Biennale) und war Teil eines einjährigen theatralen Experiments am Gesamtwerk von Heiner Müller ("Jenseits des Todes - HM3”, Wien 2006). Zusammen mit Doreen Uhlig entwickelte er die "Thesen zur Performance-Kunst" (Life Art Festival Peking), mit Alex Gerbaulet entwickelte er einen Film über jugendliche Neonazis in einem ostdeutschen Gefängnis. Ihr neuester Film »Die Schläferin« über häusliche Gewalt hatte bei der Berlinale 2018 Premiere. Mit Anat Eisenberg realisierte er eine begehbare Installation in einem Istanbuler Luxus-Apartment, die wiederum für das Münchner Volkstheater "Radikal jung 2014" neu adaptiert wurde. In Co-Regie mit Martin Schick hat er für das Konzert Theater Bern eine Casting-Show entwickelt, in der die größten Schweizer Probleme gegeneinander antraten. Seit vielen Jahren unterrichtet er am Institut für Performative Künste und Bildung an der Kunsthochschule Braunschweig, wo er bereits mehrere Konferenzen zu Kunst und gesellschaftlicher Teilhabe organisiert hat. Mit Christoph Winkler produziert er eine soziale Installation, die an der Oper Dortmund 2018 Premiere haben wird. Am Theater Chemnitz zeigt er zurzeit die Produktion »Aufstand der Dinge«, die sich mit den Gefühlslagen von DDR-Alltagsobjekten in der der Nachwendezeit beschäftigt.

Liz Rosenfeld (Filmmaker, Performer, Berlin)zurück nach oben

Liz Rosenfeld is a Berlin-based artist who works within the disciplines of film/ video and live performance. She explores questions regarding queer ecologies of current, past and future histories. Rosenfeld is invested in concepts of how history can be queered and experienced through the moment and the ways in which it is lived and remembered. Rosenfeld is part of the Berlin film production collective NowMomentNow, and one of the founding members of the food- performance group foodGASM, which explores the intersection of creative labor, food, and industry. Her work has been screened and performed internationally at venues including The Tate Modern, The Hayward Gallery, The C/O Gallery, The Kunst Haus Dresden, The Hammer Museum, Sophiensaele, The Barbican, The Hebbel am Ufer Theater, The Kitchen, The Victoria & Albert Museum and Rivington Place. She has been profiled in publications including Art Review and Camera Obscura, as well as Missy Magazine. She premiered her film work, The Surface Tension Trilogy, at The Barbican in London in November 2015 ( World Premier) , as well as The German Historical Museum in December 2015 ( German Premiere). She was the Summer 2017 London Goethe Institute Artist In Residence at LUX Moving Image, the largest artist film archive in Europe. Her newest solo performance, “If You Ask Me What I Want, I’ll Tell You. I want Everything,” premiered at SophiensaeleIn November 2017. Her work has been supported by Experimentalfilmförderung Medianboard Berlin- Brandenburg, Darstellende Kunst - Einzelprojektförderung, Recherchestipendium Bildende Kunst Stipendiaten. Her films are distributed by The Video Data Bank and Lux Moving Image.

Johanna Castell (Performance Kollektiv Swoosh Lieu Frankfurt / Berlin)zurück nach oben

Swoosh Lieu sind Katharina Pelosi, Johanna Castell und Rosa Wernecke. Sie studierten Angewandte Theaterwissenschaft und realisieren seit 2009 Performances und Installationen. Ihre Arbeit „Who Cares?! – eine vielstimmige Personalversammlung der Sorgetragenden“ (Mousonturm, 2016), wurde 2017 zum Stückemarkt des Berliner Theatertreffens und zum Impulse Festival in Köln eingeladen. 2018 entstand eine Hörspielversion für den NDR. Die 2017 am Mousonturm entstandene Arbeit „Who Moves?! – eine performative Montage der Beweggründe“ ist dieses Jahr in München beim Festival Politik im Freien Theater erneut zu sehen, parallel entsteht auch hier eine Hörspielversion beim NDR. 2018 waren Swoosh Lieu Stipendiatinnen an der Villa Kamogawa in Kyoto / Goethe Institut Japan. Die Trilogie „What‘s the Plural Crisis - ein Krisenbericht in verteilten Rollen“ haben sie im September 2018 mit dem Stadtraum Projekt „Who reclaims - ein collagierter Streifzug durch die Raumfrage“ abgeschlossen.

Katharina Pelosi (Performance Kollektiv Swoosh Lieu Frankfurt / Berlin)zurück nach oben

Swoosh Lieu sind Katharina Pelosi, Johanna Castell und Rosa Wernecke. Sie studierten Angewandte Theaterwissenschaft und realisieren seit 2009 Performances und Installationen. Ihre Arbeit „Who Cares?! – eine vielstimmige Personalversammlung der Sorgetragenden“ (Mousonturm, 2016), wurde 2017 zum Stückemarkt des Berliner Theatertreffens und zum Impulse Festival in Köln eingeladen. 2018 entstand eine Hörspielversion für den NDR. Die 2017 am Mousonturm entstandene Arbeit „Who Moves?! – eine performative Montage der Beweggründe“ ist dieses Jahr in München beim Festival Politik im Freien Theater erneut zu sehen, parallel entsteht auch hier eine Hörspielversion beim NDR. 2018 waren Swoosh Lieu Stipendiatinnen an der Villa Kamogawa in Kyoto / Goethe Institut Japan. Die Trilogie „What‘s the Plural Crisis - ein Krisenbericht in verteilten Rollen“ haben sie im September 2018 mit dem Stadtraum Projekt „Who reclaims - ein collagierter Streifzug durch die Raumfrage“ abgeschlossen.

Rosa Wernecke (Performance Kollektiv Swoosh Lieu Frankfurt / Berlin)zurück nach oben

Swoosh Lieu sind Katharina Pelosi, Johanna Castell und Rosa Wernecke. Sie studierten Angewandte Theaterwissenschaft und realisieren seit 2009 Performances und Installationen. Ihre Arbeit „Who Cares?! – eine vielstimmige Personalversammlung der Sorgetragenden“ (Mousonturm, 2016), wurde 2017 zum Stückemarkt des Berliner Theatertreffens und zum Impulse Festival in Köln eingeladen. 2018 entstand eine Hörspielversion für den NDR. Die 2017 am Mousonturm entstandene Arbeit „Who Moves?! – eine performative Montage der Beweggründe“ ist dieses Jahr in München beim Festival Politik im Freien Theater erneut zu sehen, parallel entsteht auch hier eine Hörspielversion beim NDR. 2018 waren Swoosh Lieu Stipendiatinnen an der Villa Kamogawa in Kyoto / Goethe Institut Japan. Die Trilogie „What‘s the Plural Crisis - ein Krisenbericht in verteilten Rollen“ haben sie im September 2018 mit dem Stadtraum Projekt „Who reclaims - ein collagierter Streifzug durch die Raumfrage“ abgeschlossen.

Dorothea Lautenschläger (Regisseurin, Lektorin)zurück nach oben

Dorothea Lautenschläger, geboren 1990 in Südhessen, studierte Theaterwissenschaft und Soziologe in Mainz, Regie in Frankfurt am Main und Kulturwissenschaft in Berlin. Diverse Regieassistenzen in Wiesbaden, Münster und Hamburg und aktuell Projektassistentin in der deutschen Geschäftsstelle des Internationalen Theaterinstituts.

Zusammen mit Sabine Westermaier leitet sie seit Mai 2018 „rua. Kooperative für Text und Regie“.

Sabine Westermaier (Dramaturgin, Lektorin)zurück nach oben

Sabine Westermaier, 1971 in München geboren, studierte von 1992 bis 1998 Theaterwissenschaft und audiovisuelle Medien, Neuere deutsche Literaturwissenschaft und Pädagogik an der FAU Erlangen-Nürnberg. Von 1999 bis 2004 war sie Dramaturgin am Theaterhaus Jena, ab 2002 in leitender Funktion zusammen mit Claudia Bauer und Reinald Grebe. Von 2005 bis 2009 war sie als Dramaturgin am Staatstheater Stuttgart engagiert, von 2009 bis 2017 war sie Lektorin bei henschel SCHAUSPIEL Theaterverlag Berlin.

Zusammen mit Dorothea Lautenschläger leitet sie seit Mai 2018 „rua. Kooperative für Text und Regie“.

Margarita Tsomou (Herausgeberin, Missy Magazin)zurück nach oben

Margarita Tsomou ist Griechin und promovierte Kulturwissenschaftlerin und arbeitet von Berlin aus als Autorin/Journalistin, Dramaturgin, Moderatorin und Kuratorin.

Sie gibt die popfeministische Zeitschrift „Missy Magazine“ heraus und schreibt für Print und Radio (Die Zeit, taz, Spex, FR, WDR, SWR u.a.) und nimmt als Rednerin und Moderatorin regelmäßig an Paneldiskussionen teil ua. mit Persönlichkeiten wie Chantal Mouffe, Josef Vogl,Saskia Sassen, Yanis Varoufakis, Paul B. Preciado, Diedrich Diedrichsen, Annie Sprinkle. Zuletzt moderierte sie das Bühnenprogramm der Demonstration #UNTEILBAR, am 13ten Oktober 2018.

Zudem kuratiert sie Diskussionsveranstaltungen und Konferenzen. Zwei ihrer jüngsten Projekte sind etwa die Konferenz "Heimatphantasien - zur Konjunktur der Konzepte 'Heimat' und 'Nation'" (2018) im Internationalen Sommerfestival Kampnagel oder die Veranstaltungsreihe der "Apatride Society" im Rahmen des diskursiven Programms von Paul B. Preciado der Documenta 14.

Im Februar 2018 erhielt sie ihren Doktortitel als Stipendiatin im künstlerisch-wissenschaftlichen Graduiertenkolleg „Versammlung und Teilhabe: Urbane Öffentlichkeiten und performative Künste“ (HafenCity Universität Hamburg/Fundus Theater/Kampnagel).

Sie ist Teil der künstlerisch-aktivistischen Gruppe Schwabinggrad Ballett und des Verlags bbooks Berlin.

Sie arbeitet zu queer-Feminismus und Sexualität, politische Kunst, Performance-Theorie, Neue Medien und Demokratietheorie im Kontext der griechischen Schuldenkrise.

Zudem kuratiert sie regelmäßig Diskussionsveranstaltungen und theoretische Konferenzen. Ihr jüngstes größeres Projekt war eine Veranstaltungsreihe im Rahmen des diskursiven Programms von Paul B. Preciado der Documenta 14, die sie sowohl kuratiert als auch moderiert hat.

Nuray Demir (Künstlerin, Kuratorin, Berlin)zurück nach oben

Nuray Demir ist Künstlerin_Kuratorin im Bereich der visuellen, darstellenden/performativen Künste. Ihre Praxis ist von einem forschenden und radikal transdisziplinären Ansatz gekennzeichnet. Für ihre Projekte arbeitet sie kollaborativ mit Personen aus unterschiedlichen Bereichen, mit denen sie temporäre Ensembles bildet. Sie beschäftigt sich in ihren Arbeiten insbesondere mit Debatten und Begriffen der feministischen und postkolonialen Theorie. Nuray Demirs Arbeit ist dabei von einem kritischen Blick auf soziale Ausschlüsse und komplexe hierarchische Verhältnisse gekennzeichnet; mit ihrem Werk entwirft sie künstlerische Irritationen und Gegenpositionen und formuliert damit einen Vorstellungs- und Ermächtigungsraum für soziale Gleichstellung. Sie realisierte Projekte an diversen Institutionen, wie etwa auf Kampnagel in Hamburg, in den Sophiensaelen in Berlin, dem Hebbel am Ufer in Berlin und die Wiener Festwochen. Zudem trägt sie ihre Ansätze in die Lehre, etwa an der Universität der Künste Berlin.

 

www.nuraydemir.de

Dr. Sabine Hark (Soziologin mit Schwerpunkt Geschlechterforschung, TU Berlin)zurück nach oben

Sabine Hark, Soziologin, ist seit 2009 Professor_in für Interdisziplinäre Frauen- und Geschlechterforschung an der TU Berlin und Leiter_in des Zentrum für Interdisziplinäre Frauen- und Geschlechterforschung an der TU. Von 2008-2009 hatte sie die Professur für Methoden der Sozialforschung unter besonderer Berücksichtigung der Geschlechterforschung an der Albertus Magnus-Universität zu Köln inne. Arbeitsschwerpunkte sind: Geschlechterforschung als kritische Ontologie der Gegenwart; geschlechtersensible Wissenschaftssoziologie und Hochschulforschung sowie Feministische Erkenntnistheorie und Queer Theorie. Sie ist Gründungsmitglied der Fachgesellschaft Geschlechterstudien, Gender e.V. und war von 2010-2014 deren 1. Vorsitzende. Derzeit ist sie 1. Sprecherin der Arbeitsgemeinschaft Frauen- und Geschlechterforschungseinrichtungen Berliner Hochschulen (afg), Vorsitzende der Landesauswahlkommission des Berliner Chancengleichheitsprogramms (BCP) und Mitherausgeber_in der Zeitschrift feministische studien. Im Jahr 2015 war sie Mitinitiatorin des Aktionsbündnisses für eine offene, demokratische Einwanderungsgesellschaft, WIR MACHEN DAS (wearedoingit e.V.).

Florentina Holzinger (Performerin, Tänzerin, Regisseurin, Wien)zurück nach oben

Florentina Holzinger (geb. 1986 in Wien)

hat Choreografie an der School for New Dance Development (SNDO) in Amsterdam studiert. Sie spielt in all ihren Arbeiten bewusst mit der Grenzverschiebung zwischen Hochkultur und Entertainment. Kein Applaus für Scheiße (2011), die erste gemeinsame Arbeit von Florentina Holzinger und Vincent Riebeek, brachte den beiden auf Anhieb den Ruf als „provokanteste Nachwuchschoreograf_innen“ ein. Ihre Diplom-Soloarbeit Silk wurde beim lmPulsTanz Festival 2012 mit dem Prix Jardin d‘Europe ausgezeichnet. In Zusammenarbeit mit Vincent Riebeek enstand eine Trilogie von Stücken: Kein Applaus für Scheisse, Spirit und Wellness. Im Herbst 2015 wurde Holzinger ihre zweite Soloarbeit Recovery uraufgeführt. Recovery war eine experimentelle Überlegung über ihre Genesung von einem traumatischen Bühnenunfall. Das Stück untersucht verschiedene Arten weiblicher Repräsentation und erforscht das volle Potenzial weiblicher Körperlichkeit.

Die Show, die von einer Sportpsychologin und der kroatischen K1 Weltmeisterin moderiert wurde, inspirierte eine Reihe an Workshops, die die Relation von Arts und Martial Arts untersucht. Dieser Workshop wurde zum ersten Mal bei ImPulsTanz 2015 angeboten und tourt seitdem als Workshop/ Performance/ Event Hybrid in unterschiedlichen internationalen Kontexten.

Die Trilogie mit Vincent wurde im Sommer 2015 mit der Arbeit Schönheitsabend - Tänze des Lasters, des Grauens und der Extase fortgesetzt, die die Geschichte und das Label der beiden als provozierendstes Tanzpaares Europas mit der Geschichte von Vaslav Nijinsky und Ida Rubinstein in Zusammenhang bringt. Florentina ist Co-Autorin und Performerin in der von den Berliner Festspielen initiierten Webserie Body and Freedom, die Reality TV mit kollaborativer Kunstpraxis im Zeitalter von Postinternet zu verbinden sucht.

Florentina Holzinger kennt keine Berührungsängste, wenn es darum geht, ungewöhnliche Genres neu zu remixen. Seit 2011 bereichert sie die internationale Performanceszene mit schwindelerregender Akrobatik, muskulösen Frauenkörpern und Martial-Arts-Kampfszenen – popkulturelle Referenzen und ein Faible für Trash kommen dabei nicht zu kurz. In ihrer neuesten Arbeit Apollon erobern sechs Frauen George Balanchines gleichnamiges neoklassisches Ballett aus dem Jahr 1928, das vom Gott der Künste und seinen drei Musen handelt.

Melanie Jame Wolf (Autorin, Choreografin, Performerin, Berlin / Melbourne)zurück nach oben

Melanie Jame Wolf ist eine australische Performancekünstlerin, Autorin und Videokünstlerin. Seit 2011 lebt und arbeitet sie in Berlin. In ihren Arbeiten setzt Melanie Jame sich mal solo, mal in einer Kollaboration mit Ökonomien auseinander. Dafür erkundet sie die Systeme von Wert und Tausch, insbesondere im dem trüben Feld des immateriellen Kapitals – dem sozialen, dem kulturellen und dem affektiven. Sie untersucht dessen Flüsse, wie sie in den Vorstellungen von Geistern, Gender, Pop, Mythen, Moral, Sinnlichkeit, Klasse zum Ausdruck kommen. Vor allem interessiert sich Melanie Jame für die Vorstellungen und Fragen von Persönlichkeiten und ihrer Inszenierung einerseits und in der Form des Videos als erweiterte choreografische Praxis andererseits.

 

Die beiden Performance-Arbeiten Mira Fuchs (2015) und HIGHNESS (2017) bilden Anfang und Mitte von Melanie James Trilogie Arch Type über die drei populäre Archetypen performativer Weiblichkeit: die Hure, die Queen und das alte Weib. Der dritte und letzte Teil Thieves Like Us steht für 2020 an. 2019 wird Melanie Jame an ihren Video-Installationen Chorus und Oh Yeah Tonight arbeiten. Beide setzen sich mit Macht im politischen Sinne auseinander: der von Klatsch und Tratsch, Gerüchten und Reputationen bei Chorus, und der von Pop-Liedtexten und Musikvideos als kommerzielle Räume, in denen eine andere, eine imaginative Subjektivität möglich ist, bei Oh Yeah Tonight.

 

Melanie Jame hat ihre Arbeiten bereits in unterschiedlichsten Galerie-, Theater- und Filmfestival-Kontexten präsentiert, dazu zählen u.a.: Hebbel am Ufer – HAU; Kiasma Museum of Contemporary Art, Helsinki; Gessnerallee, Zürich; nGbK, Berlin; Festival of Live Art, Melbourne; VAEFF Film Festival, NYC; Arts Santa Monica, Barcelona; Arts House, Melbourne; Schwules Museum, Berlin; Sophiensaele, Berlin.

Swetlana Gorich (Theaterscoutings Berlin / Performing Arts Programm)zurück nach oben

Swetlana Gorich was born in Kazakhstan in 1985. She studied cultrual studies (B.A.) at the European University in Frankfurt (Oder) and cultural communication (M.A) in Hildesheim. She collected her first experiences working in the field of cultural as an assistant to the artistic department at the Kleist Forum in Frankfurt (Oder). During the Kliest-Festtage festival in Frankfurt (Oder), she was responsible for the organization and realization of Vertrau mir! – Blindes Vertrauen. Eine Blindenstadtführung (Trust Me! – Blind Trust, A Blind City Tour) (2011) and grünes Häuschen für Kleist – ein participatives Stadtprojekt und Garteninstallation (A Green House for Kleist - a Participatory City Project and Garden Installation) (2012).Since 2012, she worked on various projects as a translator and assistant, including assisting in the field of dance communication for the project MOTS_continue for the company Fredeweß. In 2014, she served as an intern on the theater production Volksrepublik Volkswagen. China Bilder Import (The People’s Republic of Volkswagen. China Image Import) by Stefan Kaegi (Rimini Protokoll) at Niedersächsischen Staatstheater Hannover. She joined the Performing Arts Program as a member of the Audience Generation and Communication team in June 2016.

Sandra Klöss (LAFT Berlin)zurück nach oben

Sandra Klöss wurde in Esslingen am Neckar geboren. Sie studierte Theaterwissenschaft / Kulturelle Kommunikation und Anglistik / Amerikanistik an der Humboldt-Universität Berlin (M.A.). Nach dem Studium war sie freischaffend als Dramaturgin, Produktionsleiterin und Fachfrau für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit tätig. Seit 2008 ist sie Mitinhaberin von ehrliche arbeit – Freies Kulturbüro, ein Produktionsbüro für die freien darstellenden Künste. ehrliche arbeit verbindet Konzept- und Projektentwicklung, Produktionsleitung sowie Presse- und Öffentlichkeitsarbeit mit Dramaturgie und strategischer Beratung u.a. für und mit She She Pop, Christoph Winkler und Monster Truck. Seit 2009 ist sie auch als Mentorin, Coach und Dozentin im Bereich kulturelle Projektarbeit tätig. Seit 2010 Prozessbegleitung, Beratung und Jurytätigkeit für flausen – young artists in residence. Seit 2011 ist sie im Vorstand des LAFT – Landesverband freie darstellenden Künste Berlin und seit 2014 Mitglied im Rat für die Künste.

Manuel Gerst (Monster Truck)zurück nach oben

Geboren 1979 in Edenkoben. Studierte Angewandte Theaterwissenschaft in Gießen bei Heiner Goebbels und Bühnenbild in München bei Katrin Brack.

Gründungsmitglied der Performancegruppe Monster Truck, die seit 2005 international an der Schnittstelle zwischen Performance und Bildende Kunst arbeitet. Projekte am Stadttheater und in der Freien Szene. 2019/20 Artist in Residence im Schauspielhaus Bochum und dem NT Gent im Programm "Doppelpass" der Kulturstiftung des Bundes.

Daneben Arbeit als freiberuflicher Bühnenbildner.

www.monstertrucker.de

Elena Polzer (ehrliche arbeit – freies Kulturbüro, Berlin)zurück nach oben

ehrliche arbeit – freies Kulturbüro ist ein Produktionsbüro für die freien darstellenden Künste. Wir sind seit 2006 Plattform und Infrastruktur für freie Projekte. Wir verbinden Konzept- und Projektentwicklung mit Projektleitung und Produktionsleitung, Dramaturgie, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Kuration sowie Redaktion, Textarbeit und Übersetzungen. Wir geben Seminare und halten Workshops und Vorträge, beraten strategisch und konzeptionell. Wir arbeiten in Berlin und international mit EinzelkünstlerInnen, temporären Projektgruppen, festen Ensembles, Kollektiven, Institutionen, Festivals und Programmreihen.

 

Wir sind ein Kollektiv - ohne Hierarchien, ohne Gehaltsstufen. ehrliche arbeit – freies Kulturbüro sind Anka Belz, Janina Benduski, Anna Mareike Holtz, Nina Klöckner, Sandra Klöss, Andrea Oberfeld, Elena Polzer, Ilka Rümke und Anna Wille.

Antje Prust (Performerin, Regisseurin, Talking Straight, Berlin)zurück nach oben

Antje Prust (*1980) ist Regisseurin und Performance Künstlerin. Sie studierte Schauspiel in Berlin und Performance Studies in Hamburg. Ihre interdisziplinären Arbeiten umfassen immersive Installationen, Video, Stückentwicklungen und Solos. Ihre künstlerischen Forschungsfelder sind fiktionale Körper (vor allem die Verqueerung von imaginierter Weiblichkeit), Sprachsubversion und Partizipation durch direkte Berührung.

Neben Soloprojekten kollaboriert sie regelmäßig mit anderen Künstlerinnen, zB. Virtuelles Theater. Zusammen mit Natascha Moschini tourt sie als Galloppopvaultventured-Duo Ponydressing, einem Ponyversum als Popstarimitation. 2014 gründete sie mit anderen Künstler_innen das Kollektiv TALKING STRAIGHT, mit dem sie Simulationen in „Fremdsprache“ (einer erfundenen Kunstsprache) entwickelt.

Ihre Arbeiten entstanden und wurden gezeigt u.a. auf Kampnagel Hamburg, Maxim Gorki Theater, Theater am Neumarkt Zürich, Münchner Kammerspiele, Theater Marburg, Theater Aachen, Kunsthaus Erfurt, Haus am Lützowplatz Berlin und BONE Performance Festival Bern.

Seit 2016 übernahm sie Gastlehrtätigkeiten und Mentorate an der Universität Hildesheim (Institut für Medien, Theater und Populäre Kultur), der Hochschule der Künste Bern (Fachbereich Theater und Y-Institut) und der Hochschule für Schauspielkunst Berlin. Sie gibt Workshops in queerfeministischer Performancepraxis und Strategien von kollektiven künstlerischem Arbeiten.

www.antjeprust.de

David Brandstätter (Choreograph)zurück nach oben

David Brandstätter (Choreograph) kam als Jongleur und Einradartist zum Tanz. In Hamburg studierte er parallel zu seinen ersten Tanzstunden systematische Musikwissenschaften bis er 2001 sein Studium der Choreographie im EDDC in Arnheim begann. In Zusammenarbeit mit Malgven Gerbes zeigte er - neben zahlreichen kleineren Arbeiten - die Stücke "I don't remember what time it was", "Rencontres" und "Notebook" sowie den Film "Eulogy to the shade" unter anderem auf der Tanznacht Berlin und dem Cornwall Film Festival. Seine Arbeiten wurden u.a. im Tanzhaus NRW Düsseldorf, in der fabrik Potsdam, den Sophiensaelen, der Tanzabrik, Labor Gras und den Uferstudios Berlin, dem Session House Tokyo, Tanznacht Berlin, Tanztage Berlin, im Miryang Summer Festival in Korea, Festival DANCE 2010 München, den Potsdamer Tanztagen und dem Seoul Performing Arts Festival präsentiert. Neben seiner Arbeit als Choreograph komponiert David Brandstätter Musik für Tanz und Theater wie z.B. für das Schauspielhaus Düsseldorf. Er unterrichtet Tanz und Choreographie an Hochschulen wie der Korean National University of the Arts (KNUA), ArtEz in Arnheim, der Hochschule für Schauspielkunst "Ernst Busch", sowie dem Dartington College of Arts, der Universität der Künste Berlin und dem HZT Berlin.

Simone Dede Ayivi (Theatermacherin, Autorin)zurück nach oben

Simone Dede Ayivi ist Autorin und Theatermacherin. Sie studierte Kulturwissenschaften in Hildesheim und inszenierte anschließend am Ballhaus Naunynstraße. Dort arbeitete sie mit Schauspieler_innen of Color gegen Rollenbilder und Zuschreibungen an, mit denen sie im Alltag und am Theater konfrontiert sind. An den Sophiensaelen zeigte sie die Performance Krieg der Hörnchen, in der sie die Verdrängung des Eichhörnchens durch das nordamerikanische Grauhörnchen in Bezug zur Migrationsdebatte setzt, Performing Back – eine zukünftige Erinnerungsperformance zur deutschen Kolonialgeschichte aus afrodeutscher Perspektive, die feministische, afrofuturistische Performance First Black Woman in Space und QUEENS -eine Bildstörung, eine Performance über vorkoloniale Konzepte von Gender und Familie.

Felizitas Stilleke (Dramaturgin, Kuratorin, Berlin / Amsterdam)zurück nach oben

(*1983) ist freiberufliche Dramaturgin/Kuratorin aus dem Ruhrgebiet.

Nach dem Studium der Germanistik/Erziehungswissenschaften an der

Ruhr-Universität Bochum war Felizitas Stilleke als Dramaturgin am

Wolfgang Borchert Theater in Münster tätig. Anschließend machte sie

ihren Master in Kulturpoetik an der Wilhelms-Universität Münster.

Von 2010 bis 2012 war sie Dramaturgin und Ko-Leiterin am Theater der

Keller in Köln und positionierte einen Spielplan der Neuen Dramatikim Kontext des traditionellen Privattheatergeschehens und setzte auf

die Vernetzung mit lokalen KünstlerInnen. 2013 arbeitete sie als

Produktionsleiterin und Dramaturgin am Ringlokschuppen Ruhr in

Mülheim, spezialisiert auf Stadtraumprojekte (verantwortlich u.a.

für das Festival MOMENTANINDUSTRIE und 54. Stadt).

Im gleichen Jahr übernahm Stilleke gemeinsam mit Johanna-Yasirra

Kluhs die Künstlerische Leitung der FAVORITEN 2014, welches sich inDortmund als Theaterfestival der Freien Szene NRWs an der

Schnittstelle interdisziplinären Produzierens zur Bildenden Kunst

präsentierte und im ehemaligen Museum am Ostwall ein temporäres

Künstlerhaus eröffnete.

Seit 2015 ist sie als freiberuflich Produktionsdramaturgin in

NRW/Berlin tätig und arbeitet künstlerisch-inhaltlich verbundenen

u.a. mit SEE!, Drama Köln e.V., Ben J. Riepe und subbotnik zusammen.

2016 nahm sie mit einem Stipendium des Goethe-Instituts am

Internationalen Forum im Rahmen des Theatertreffens in Berlin teil

und wurde im selben Jahr ins Kuratorium des Fonds Darstellende

Künste ernannt. 2017 war sie als Festivaldramaturgin für die Ausgabe

des Impulse Theater Festivals 2017 in Köln, unter der künstlerischen

Leitung von Florian Malzacher tätig und kuratierte zudem das

Programm des BUNDESFORUM 2017. Anschließend wurde sie zwei Mal als

Residenzkünstlerin im Rahmen der bangaloREsidency vom

Goethe-Institut nach Indien eingeladen, wo sie die soziale Praxis

des Kuratierens untersuchte. 2018 war sie verantwortlich für die

Nachwuchsplattform INTRODUCING im Rahmen des Performing Arts

Festivals Berlin sowie für die Diskursreihe UNLEARNING im Rahmen des

Theatertreffens 2018 in Berlin. Seit Herbst diesen Jahres studiert

Stilleke bei DAS THEATRE in Amsterdam „Expended Curation“.

Tobias Buck (Financial Times)zurück nach oben

Tobias Buck ist seit August 2017 der Berlin-Korrespondent der Financial Times. Nach seinem Jura-Studium in Berlin begann er 2002 als Journalist fuer die FT in London zu arbeiten, und war seitdem als Korrespondent in Bruessel, Jerusalem, Madrid und jetzt in Berlin taetig. Er ist 43 Jahre alt, und lebt mit seiner Familie im Prenzlauer Berg. Im kommenden Jahr erscheint sein erstes Buch, das sich mit der politischen und wirtschaftlichen Krise in Spanien beschaeftigt.

Dr. Laura Kaltwasser (Berlin School of Mind and Brain)zurück nach oben

Laura Kaltwasser ist Postdoktorandin an der Berlin School of Mind and Brain, wo sie Aspekte der sozio-kulturellen Identität mit dem Neurowissenschaftler und Einstein Visiting Fellow Vittorio Gallese erforscht. Sie untersuchte in ihrer Doktorarbeit den Einfluss von emotionalen Prozessen auf soziale Entscheidungen und damit verbundene physiologische Mechanismen. Sie kombiniert spieltheoretische Paradigmen der sozialen Interaktion mit neurowissenschaftlichen Methoden, um die biologische Basis von Kooperationsverhalten zu verstehen. In ihrer gegenwärtigen Forschung beschäftigt sie sich mit emotionalen Prozessen in der Filmwahrnehmung. Laura studierte Psychologie, Kommunikationswissenschaften und Politikwissenschaften an der Humboldt-Universität und der Freien Universität in Berlin sowie an der University of California, Berkeley.

Dr. Sandra Dick (Charité)zurück nach oben

Sandra Dick promovierte an der Humboldt-Universität zu Berlin und ist approbierte Psychologische Psychotherapeutin für Verhaltenstherapie. Seit 2007 ist sie als gerontopsychiatrische Stationspsychologin an der Charité in Berlin tätig sowie in eigener Privatpraxis. Bis 2017 war sie Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Sozial- und Präventivmedizin der Universität Potsdam. Darüber hinaus arbeitet sie als Supervisorin im Pflegekontext, als Dozentin für Altersthemen und Suchterkrankungen an der Suchtakademie Berlin-Brandenburg, der Berliner Akademie für Psychotherapie, der Psychologischen Hochschule Berlin (PHB) und der Deutschen Gesellschaft für Verhaltenstherapie e.V. (dgvt). Als Autorin war sie an mehreren Fachbüchern beteiligt u.a. zu Demenz- und Abhängigkeitserkrankungen im Alter.